Eltern gegen Erhöhung der Kita-Gebühren für Geschwisterkinder

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Yvonne Raue, Darinka Lutz, Frank Albrecht und Jennifer Sippel (v.links) sind Eltern, die sich für Eltern einsetzen.

Lüdenscheid - Es sind zwar noch gut zwei Jahre hin, aber schon jetzt machen Yvonne Raue, Darinka Lutz, Jennifer Sippel und Frank Albrecht darauf aufmerksam, dass 2019 Eltern von Geschwisterkindern erheblich zur Kasse gebeten werden.

„Eltern, die dann zwei Kinder im Kindergarten haben, werden sich umgucken“, sagt Frank Albrecht. Ist bis zum Kindergartenjahr 2018 der Beitrag für das zweite Kind kostenlos, steigt er dann auf 25 und schließlich auf 50 Prozent an.

Hintergrund ist das Haushaltssicherungskonzept (HSK). Eine der Maßnahmen ist, über die Erhöhung der Kita-Beiträge Einnahmen von 200 000 Euro zu erhalten. Um diesen Betrag aufzubringen, schlagen die vier Elternvertreter eine Umrechnung auf alle Eltern von Kita-Kindern vor und hatten auch eine Umfrage initiiert, die an die verschiedenen Kindertagesstätten ging. Die Resonanz war aber gering.

„Vielleicht war die Umsetzung auch zu komplex“, sagt Frank Albrecht. Übersichtlicher und gerechter wäre ihrer Ansicht nach auch eine lineare Erhöhung der Gebühren gewesen statt der beiden großen Gebührensprünge. Ein runder Tisch mit Vertretern der Kita 21 sowie Politik und Verwaltung habe selten getagt und zu keinen greifbaren Alternativen und Lösungen geführt.

Ziel der vier Elternvertreter ist es jedenfalls, die Geschwisterkindregelung bis zu deren vorgesehenem Eintreten zu kippen. Eine deutliche Mehrheit der Eltern sehen sie hinter sich, doch es bewegt sich bisher noch nichts.

„Studiengebühren werden abgeschafft, aber nach unten bei jungen Eltern explodieren die Kosten. Der Druck wird nach unten weiter gegeben. Da stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht mehr. Bildung sollte doch generell beitragsfrei sein, heißt es auch immer wieder von Seiten der Politik“, sagt Jennifer Sippel.

Apropos Politik: Im Vorfeld der Landtagswahlen im Mai nächsten Jahres wollen sie Gordan Dudas als SPD-Kandidaten und Ralf Schwarzkopf als CDU-Kandidaten einladen und sie mit dem Thema konfrontieren.

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