Fahrer von Elektroautos parken bald kostenlos

+
Die Nutzung von Elektroautos soll gefördert werden. Eine E-Ladestation steht schon länger am Kreishaus bereit.

Lüdenscheid - Aus dem Elektromobilitätsgesetz: Voraussichtlich ab Ende 2016 dürfen Fahrer von Elektroautos kostenlos auf von der Stadt bewirtschafteten Parkflächen parken. Ein Vorrecht auf Parkplätze und die Nutzung von Busspuren werden allerdings nicht gewährt.

Voraussichtlich ab Ende des Jahres 2016 dürfen Fahrer von mit E-Plaketten gekennzeichneten Elektrofahrzeugen diese im Rahmen eines einjährigen Modellversuchs für die Dauer von drei Stunden auf allen öffentlichen und von der Stadt bewirtschafteten Parkflächen im Stadtgebiet kostenfrei und ohne Parkschein abstellen. Die Parkdauer ist dabei durch die Auslage einer Parkscheibe zu dokumentieren.

Diese Umsetzung des Elektromobilitätsgesetzes (Emog) aus 2015 wird durch entsprechende Ergänzung der städtischen Parkgebührenordnung erfolgen, wie die Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses einstimmig entschieden.

Nach der Testphase wird geprüft, wie es weitergeht

Nach Ablauf der einjährigen Testphase soll „auf Grundlage der Erfahrungswerte und der aktuellen Zulassungszahlen über eine Verlängerung, Anpassung oder Außerkraftsetzung entschieden“ werden, heißt es in der Beschlussvorlage.

Die ergänzte Parkgebührenordnung soll, wenn es so weit ist, veröffentlicht werden, eine Beschilderung an den Parkflächen aber nicht erfolgen.

Bundesregierung will Nutzung von Elektroautos fördern

Darüber hinaus will die Stadtverwaltung Betreiber von privat bewirtschaftetem Parkraum informieren, dass diese die Fahrzeugführer im Falle von abweichenden Regelungen auf ihren Flächen „in geeigneter Form darauf hinweisen“ müssen.

Mit dem Gesetz will die Bundesregierung die Nutzung von Elektroautos fördern.

Beitrag zum Klimaschutz

„Werden diese mit Strom aus erneuerbaren Energien betankt, kann der Verkehrssektor einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, steht erklärend in der Beschlussvorlage.

Und, dass sich durch den Wechsel von Verbrennungsmotoren auf Strommotoren klima- und gesundheitsschädliche Schadstoffe sowie Lärm drastisch reduzieren lassen.

Kostenloses Parken als Minimal-Umsetzung des EmoG

Neben den finanziellen Vorzügen beim Parken könnten den Fahrern von Elektroautos zumindest nach dem EmoG noch weitere Sonderrechte eingeräumt werden: ein Vorrecht beim Parken sowie die Erlaubnis, Busspuren zu nutzen.

Beides wird von Verwaltung und Politik in Lüdenscheid abgelehnt. Ein Leerstand des „ohnehin rar gesäten Parkraums“ durch Mangel an Elektrofahrzeugen soll vermieden werden. Die Busspuren sollen weiterhin dem ÖPNV, Taxen und Krankentransporten vorbehalten bleiben.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare