Eintägiger Warnstreik im Öffentlichen Dienst: Überraschungen möglich

Auf ganztägige Warnstreiks mussten die Kindertagesstätten auch schon im vergangenen Jahr mit Notbetreuungen reagieren.

Lüdenscheid - So deutlich wie die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) positioniert sich keine der betroffenen Einrichtungen. „Kein Warnstreik! MVG-Buslinien nach Plan“, vermeldet die Märkische Verkehrsgesellschaft angesichts des Warnstreik-Tages am Mittwoch im Öffentlichen Dienst.

„Wir haben bisher keine Signale bekommen. Sollte es dennoch zu Ausfällen kommen, werden wir darüber auf unserer Homepage informieren oder Anrufer im Bedarfsfall über die Situation aufklären“, sagt MVG-Pressesprecher Jochen Sulies.

Wie berichtet, hat die Vereinigte Dienstleistungsgesellschaft Verdi die Beschäftigten im Vorfeld der dritten Tarifverhandlungsrunde am Donnerstag und Freitag dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen und damit die Forderung nach sechsprozentiger Erhöhung der Löhne zu unterstützen. Je nach gewerkschaftlicher Organisation in den öffentlichen Betrieben werden Behinderungen nicht ausbleiben.

Das gilt beispielsweise teilweise für die neun städtischen Kindertagesstätten. Die betroffenen Eltern sind von der Verwaltung darüber informiert worden, dass aufgrund des Warnstreiks in sechs Kitas eine Notbetreuung eingerichtet worden ist: Das gilt für die Kindertagesstätten am Hebberg, in Oeneking, am Lenneteich, am Wermecker Grund, in Gevelndorf und im Pestalozzi-Kindergarten.

Wie sich der Streik beim Stadtreinigung-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) auswirkt, konnte der stellvertrende Werkleiter Andreas Fritz noch nicht abschätzen: „Wenn, ist ja meistens die Müllabfuhr betroffen. Gegebenenfalls müssen wir bei Ausfällen nachfahren. Wir lassen uns überraschen.“

Gewerkschaftssekretärin Ingrid Remmers, die bei Verdi für den Märkischen Kreis zuständig ist, sagte auf LN-Anfrage, am Mittwoch starteten drei Busse vom Lüdenscheider Bahnhof mit Beschäftigten aus dem Öffentlichen Dienst, um in Dortmund zu demonstrieren.

Die Partei Die Linke im Märkischen Kreis unterstützt die Forderungen: „Es ist leider jedes Mal dasselbe Trauerspiel von Seiten der Arbeitgeber: Selbstverständlich erwarten sie von ihren Bediensteten allerbeste Arbeit, gute Qualifizierungen, eine hohe Belastbarkeit und vieles mehr. Die Anforderungen an die Beschäftigten sind in unser zunehmend komplexeren und mit Multiproblemen behafteten Gesellschaft seit Jahren gestiegen. Trotzdem weigern sich die Arbeitgeber bei jeder Tarifrunde beharrlich, dies auch angemessen zu honorieren und entsprechend zu vergüten“, sagt Michael Thomas-Lienkämper, Sprecher des Kreisverbandes. „Selbstverständlich werden sich auch Mitglieder unserer Partei an den Aktionen beteiligen“, fügt er hinzu.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare