Faire Handelsstadt Lüdenscheid: Antrag gestellt

Eine-Welt-Netz: „Leben auf Kosten der Zukunft“

+
Vertreter der Eine-Welt-Netz-Gruppen präsentieren Plakate für das Afrikafest rund um die Erlöserkirche am 3. Juli.

Lüdenscheid -  „Seit dem 28. April leben Deutsche schon auf Kosten der Zukunft, weil sie bereits alle erneuerbaren Ressourcen für dieses Jahr verbraucht haben.“ Diese Feststellung trafen die Mitglieder des Eine-Welt-Netzes bei ihrer Mai-Sitzung im Kleinen Prinzen. Um junge Menschen für das Thema „Energiewende“ zu sensibilisieren, will das Netz die Ausstellung „Unser ökologischer Fußabdruck“ nach den Herbstferien nach Lüdenscheid holen.

Diese „Brot für die Welt“-Aktion war aber nur ein Punkt auf der Tagesordnung. Die Vertreter unterschiedlicher Eine-Welt-Netz-Gruppen gingen auf viele Aktivitäten und Termine ein. So waren für die DAHW (Lepra- und Tuberkulosearbeit der Aktionsgruppe Lüdenscheid in Sierra Leone) mehr als 2000 Euro an Spenden von einer Geburtstagsfeier zusammengekommen.

Die Gemeinde St. Joseph und Medardus lädt für Pfingstmontag um 11 Uhr zum internationalen Gottesdienst und danach zum Mittagessen ein.

Der Kamerun-Kreis der Versöhnungskirchengemeinde veranstaltet sein Afrikafest am 3. Juli rund um die Erlöserkirche. Zum Programm gehören neben einem Familiengottesdienst unter anderem auch eine Versteigerung, Workshops sowie eine afrikanische Modenschau.

Zudem wurden die Teilnehmer darüber informiert, dass Unicef einen neuen Gruppenleiter für Lüdenscheid suche.

Der CVJM hat durch seine Kontakte zum CVJM Sierra Leone von Ebola-Spätfolgen in dem westafrikanischen Land erfahren. So hätten viele von der Krankheit Geheilte jetzt Probleme mit ihrer Sehkraft. Eine weitere Ebola-Spätfolge sei aber auch soziale Ausgrenzung: Viele ehemalige Ebola-Kranke erhielten keine Arbeitsstellen oder verlören ihre Unterkunft. Gemeinsam mit anderen Nicht-Regierungsorganisationen und mit Unterstützung durch seine Partner führe der CVJM Sierra Leone nun eine Aufklärungskampagne durch, um von Ebola geheilten Menschen zu helfen.

Ein weiteres Thema war, dass der Antrag für die Anerkennung Lüdenscheids als faire Handelsstadt (Fair Trade Town) inzwischen gestellt worden sei. Das Projekt, einen „fairen Zukunftsweg“ in Lüdenscheid zu schaffen. werde anvisiert. Im Vorfeld sollten, da war man sich einig, Ideen gesammelt und Mitstreiter von Behörden, aus Kirchengemeinden, Schulen, Jugendgruppen und anderen Vereinigungen gewonnen werden, mit denen sich das Eine-Welt-Netz Lüdenscheid gemeinsam dafür einsetzen wolle, dass die 17 Entwicklungsziele aller Menschen (gemäß UN-Beschluss vom 22.4.2016) bis 2030 verwirklicht werden können. Zu diesen gehören unter anderem die Beendigung der Armut und des Hungers weltweit, die Sicherung der Gesundheit und der Schulbildung, von Wasser und Energie für alle Menschen, Maßnahmen gegen den Klimawandel und für den Schutz der Umwelt und der Ozeane.

Zudem will das Eine-Welt-Netzes Lüdenscheid ein neues Leporello erstellen, auf dem sich alle Gruppen vorstellen. Welche Angaben erforderlich sind, wird noch mitgeteilt.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare