Ehrenamtliche Seniorenbegleiter gesucht

Pamela Hirschmann (links) begleitet seit einiger Zeit Gertrud Lingk.

Lüdenscheid - Das Awo-Mehrgenerationenhaus sucht nach neuen ehrenamtlichen Seniorenbegleitern. Wer ein wenig Zeit investiert und die älteren Menschen im täglichen Leben begleitet, bekommt ganz viel zurück. Das versprechen Sabine Bomm und Pamela Hirschmann.

Es kommt meist eine lebendige Freundschaft und ein wertvoller Austausch zwischen Menschen verschiedener Generationen zustande, wenn das Awo-Mehrgenerationenhaus am Christine-Schnur-Weg neue Partnerschaften zwischen Senioren und ehrenamtlichen Begleitern vermittelt.

Doch momentan warten mehrere ältere Lüdenscheider auf einen neuen Bekannten oder eine neue Bekannte – die Projektkoordinatorin Pamela Hirschmann hat aber niemanden, der sich gerne in dieser Hinsicht engagieren würde. Deshalb sucht sie zusammen mit MGH-Leiterin Sabine Bomm intensiv nach Frauen und Männern, die einige Stunden pro Woche mit einem Senior oder einer Seniorin verbringen möchten.

Kleine Ausflüge sind gefragt

Die gemeinsame Zeit darf frei nach Interessenslage gestaltet werden. „Früher haben sich die älteren Menschen gefreut, wenn sie mit dem Begleiter zusammensitzen, Spiele spielen und Kaffee trinken konnten“, erklärte Hirschmann im LN-Gespräch.

Doch die Interessen hätten sich im Laufe der Zeit auch verschoben. „Viele wollen mehr vor die Tür gehen und kleine Ausflüge unternehmen – zum Beispiel mal zur Talsperre fahren oder eine Kulturveranstaltung besuchen.“

Auch Ehrenamtliche profitieren von der Bekanntschaft

Vor allem wenn weder Verwandte noch Bekannte in der Nähe seien, werde so etwas oft schwierig bis unmöglich. Wie Sabine Bomm erklärte, hinderten die Senioren oft Schwindel oder Gehbehinderungen – „während sie im Kopf ganz fit sind.“

Und nicht nur die Senioren profitieren von der Begleitung, die aus ein oder zwei Treffen wöchentlich besteht, berichteten Bomm und Hirschmann aus ihrer Erfahrung.

"Für das eigene Altern ein wichtiger Punkt"

„Viele Ehrenamtliche, die sich darauf einlassen, sind total begeistert. Man bekommt sehr viel zurück. Kochrezepte, Erzählungen über die Stadtentwicklung von lebenden Zeitzeugen oder man wird zum gemeinsamen Essen eingeladen“, sagte Hirschberg, die selbst auch zwei Senioren begleitet. „Das individuelle Altern mitzubekommen, ist auch für das eigene Altern ein wichtiger Punkt.“

Beim ersten Treffen der potentiellen neuen Duos ist Hirschmann immer dabei und stellt den Kontakt her, lenkt alles in richtige Bahnen. „Natürlich muss Vertrauen aufgebaut werden und das Bauchgefühl bei beiden muss stimmen.“

Info-Veranstaltung am 20. September

Die Ehrenamtlichen müssen ein Führungszeugnis vorlegen und dürfen sich nicht übernehmen. Die Begleitung müsse auch in den eigenen Alltag passen, betonen Bomm und Hirschmann.

Eine Infoveranstaltung findet am Dienstag, 20. September, von 16 bis 17.30 Uhr am Christine-Schnur-Weg statt. Um Anmeldung unter Tel. 02351/3139 wird gebeten.

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