Magische Momente

Dreitägiges Frühlingsfest in der Kulturwerkstatt Alte Schule

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Willy und Wilma brachten Geschichten von ihrer Weltreise mit.

Lüdenscheid - Zum siebten Mal zelebrierten Künstler aus ganz Deutschland in der Integrativen Kulturwerkstatt Alte Schule die „Virtuosität des Unperfekten“ in Perfektion. Dort wurde am Wochenende ein dreitägiges Frühlingsfest gefeiert – mit Kabarett zum Auftakt, Clownerie, Tanz, Zauberei, Feuerspektakel am Samstagabend und Kindertheater am Sonntagnachmittag.

Allerlei Turbulenzen stellten am Samstagabend im Theatersaal der Alten Schule die Liebe von Lisette (Lisa Bohren-Harjes) und Geronimo (Thomas Wewers) auf eine harte Probe, bis „Das Hochzeitsfoto“ im Kasten war. Slapstick vom Feinsten erlebten die lachenden Zuschauer mit dem clownesken Brautpaar. Mit Magie und lustigen Kabbeleien trug das Clownehepaar Willy und Wilma (Beate Brennecke-Köhler und Reinhard Köhler) zur Heiterkeit im Saal bei. Erfinder Willy gingen dabei nie die Ideen aus. Mit Saugglocke und Besen gingen Pepe (Detlev Hein) und Molly (Petra Heise), einer putzwütiger als der andere, aufeinander los. Hochamüsant fiel die Weltpremiere der beiden Clowns aus.

Mit lustigen Zaubertricks und verblüffender Ballonmagie brachte bereits am Samstagnachmittag Tobi Twist alias Tobias Stengel (Kempen) Jung und Alt beim Frühlingsfest zum Lachen. Ein buntes, kurzweiliges Mitmachprogramm brachte der Zauberer vom Niederrhein in die Alte Schule mit. Vor kleinen Assistenten, die mit ihm zaubern wollten, konnte er sich kaum retten. Humorvoll band der Zauber- und Ballonkünstler die Kinder in seine Tricks und Späße ein. Ob es darum ging, einen Knoten aus einem Seil zu zaubern oder mittels einer Gedankenübertragungsmaschine mit einer Luftballontorte zu überraschen: Die Kinder machten mit Feuereifer mit.

Zum Verweilen vor, zwischen und nach den Aufführungen hatte die Kulturwerkstatt ein Zelt mit Sitzgelegenheiten und Heizpilz aufgebaut. Bei dem kalten, ungemütlichen Wetter, das das Frühlingsfest begleitete, bot zumindest die Tischdekoration – bestehend aus fliederfarbenem Tüll und Blumen in formschönen Gläsern – einen frühlingshaften Anblick. Für die Bewirtung der Gäste im Zelt und an den Stehbiertischen sorgte „Marla & Mathildas Genusswerkstatt“. Wer Lust auf etwas Herzhaftes oder Süßes hatte, stand vor der Qual der Wahl.

Ausstaffiert mit Küchentüchern als Kopfbedeckung und roten T-Shirts mit Kochtopf-„Aufdruck“, eröffneten die Muthekikinder des Familienzentrums St. Joseph das Nachmittagsprogramm am Samstag. Mit Tanz, Musik und Gesang erfreuten die 19 Kinder bei ihrem reizenden Küchenkonzert. Als Messer, Gabel, Löffel und Kannen zauberten sie ihren Zuschauern im voll besetzten Saal ein Lächeln ins Gesicht. Zur Musik vom Band gelang beim Kooperationsprojekt von Musikschule, Integrativer Kulturwerkstatt Alte Schule und Familienzentrum eine charmante Choreographie. Ums Essen und Kochen drehten sich auch Lied und rhythmischer Sprechgesang. Es bedurfte schon eines Zauberspruchs, um die lebenden „Bestecke“ wieder in Kinder zurückzuverwandeln. „Besteck ist gut und fein, doch ihr sollt wieder Kinder sein!“, hieß es da.

Zu einem besonderen Erlebnis machte Mr. Foley alias Alex Kaiser am Abend die „Virtuosität des Unperfekten“ mit seiner spektakulären Indoor-Feuerperformance. Mit bemerkenswertem Geschick schlug der Feuerkünstler zu dramatischer Musik feurige Räder in die Luft. Ob Feuerschlucken oder Feuerspucken draußen auf dem Hof: Mr. Foley sorgte für magische Momente. Solo und mit ihrem neu gegründeten Vintage Fusion Ensemble Greta ma Leen begeisterte die ausgebildete Tanzpädagogin Shantala ma rielle (Silke Bonzel-Friedrich) mit einem verblüffenden Mix aus Orientalischem Tanz, Modern Dance und anderen Tanzrichtungen. Von einer Marilyn Monroe-Burleske über Voi Dance (Schleiertanz) bis zur Gothic Fusion reichte das schillernde Spektrum. Humorvoll führten die beiden „Handy-caps“ Petra Kara und Melanie Venus durch das bunte Programm.

Zum Abschluss des Frühlingsfestes standen für gestern Nachmittag erneut die „Die Olchies“ und ihre Theateraufführung auf dem Programm.

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