Drei Kunststudentinnen mit unterschiedlichen Arbeiten

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Die Kunststudentinnen Monika Czuczmann, Mazoumeh Ramezanipour und Leonie Veit zeigen noch bis Samstag ihre Arbeiten in der Galerie Schmidt an der Altenaer Straße.

Lüdenscheid - Einen Abstecher auf den Kunstmarkt absolvieren derzeit drei Kunststudentinnen in der Galerie Udo Schmidt. Zu sehen sind ausgewählte Arbeiten aus Werkserien in den Bereichen Fotografie, Malerei und Zeichnung. Der Reiz der Ausstellung tritt in unterschiedlichen Ansätzen der Künstlerinnen zutage, fördert ein kontrastreiches Bild.

Monika Czuczmanns fotografische Serie erfasst gegenständlich Viktualien. Bei ihren Exponaten setzte sie unter anderem auf Spiegel, arbeitete durchgängig mit Hell-Dunkel-Kontrasten, erwirkte die Transparenz der erfassten Objekte und schuf so eine schemenhafte Bildwelt in der Dunkelheit. Die technisch aufwändige wie diffizile Czuczmann-Reihe „Durchblickend“ ist ihre Antwort auf die Gattung „Stillleben“.

Mazoumeh Ramezanipours Serie „Farbstrich“ geht ganz und gar in der Portraitmalerei auf. Sie habe schon in früher Phase der Ausbildung ihren individuellen Stil erkennen lassen, sagte Laudatorin Bianca Luig, die für die an diesem Abend verhinderte Ursula Bertram-Möbius, Professorin für Plastik- und interdisziplinäres Arbeiten an der TU Dortmund, kurzfristig eingesprungen war. Eine freie und souveräne Selbstentfaltung zu fördern, dies nehme an der TU Dortmund einen hohen Stellenwert ein, versicherte Luig.

Ramezanipours Porträts sind beherrscht von grobem Strich, lasierendem Arbeiten und weisen zudem in den Bereichen Augen, Lippen und Nase feine Details auf. Das hat etwas von groben Pixeln, hebt im Malstil die Spannung zwischen traditioneller Linie und ausgeführtem Strich, setzt Kontrastharmonie zwischen Kleinfläche und Kopf. Technisch saubere Arbeiten, eine zutreffende Auswahl fürs Thema „Farbstrich“ und zudem auch noch einige Exponate die Einblick in den Werkprozess geben, runden ihre Präsentation ab.

Leonie Veit zeigt in dieser Ausstellung Zeichnungen und Aquarelle. In selektiver Wahrnehmung marschiert sie bei diesen Arbeiten über Sichtbares hin zu subjektiv gestalteter Neuordnung. Ihre Arbeiten sind in szenische Komplexe eingebettet. „Artiggroß“ oder „Ein Vöglein zwitscherte mir...“ und „zoologisch“ ordnet sie ihre Exponate zueinander. Hintersinnig gestaltet Veit in „artiggroß“ kindliche Welten, aber auch den Blick Erwachsener auf das Kind: Ein flüchtiges Portrait mit beherrschenden Zahnlücken, bei Bewegung den Schuh gleich mehrfach verloren und nun ist auf dem Bild die Malaise mit Hilfe mehrerer Schuhe und einem Kind mit einem Treterchen dargestellt. In „zoologisch“ schwingt der Affe, fliegt die Katze, erhält der Fisch sprechenden Ausdruck – flüchtig wässrig aquarelliert, strichbetont.

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich Samstag, 7. Mai, zu sehen.

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