Volksbank Märkischer Kreis: „Gutes Geschäftsjahr“

Dividende von drei Prozent

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Ehrung der ausgeschieden Aufsichtsräte Schauerte und Führt durch den Vorstandssprecher des Rheinisch Westfälischen Genossenschaftsverbandes, Ralf W. Barkey: Unser Bild zeigt (von links) Karl-Michael Dommes, Friedhelm Führt, Dieter Schauerte, Ralf W. Barkey und Roland Krebs.

Lüdenscheid - Die Volksbank im Märkischen Kreis zahlt eine Dividende von drei Prozent. Insgesamt, so betonten Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen einer Vertreterversammlung in Neuenrade, sei 2015 „ein gutes Geschäftsjahr“ gewesen.

Dieter Schauerte und Friedhelm Fürth verließen mit Erreichen der satzungsgemäßen Altersgrenze nach jahrzehntelangem Engagement für die Bank den Aufsichtsrat.

Vorstandssprecher Dommes charakterisierte das vergangene Geschäftsjahr laut einer Pressemitteilung der Volksbank als Jahr größer werdender Herausforderungen, die er in den Bereichen Regulierungsflut von nationalen sowie EU-Aufsichtsbehörden, anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB und dem Themenkomplex Digitalisierung sieht. „Wir setzen bewusst auch für die Zukunft auf die Existenz unserer Filialen, müssen aber eben auch zur Kenntnis nehmen, dass viele Kunden einfache Bankgeschäfte zunehmend über unsere Online-Filiale abwickeln“.

Im Bericht des Vorstandes fand sagte Dommes weiter: „Wir müssen mittlerweile von einem Niedrigzinszustand sprechen, der in keinster Weise den gewünschten Wachstumseffekt in der Wirtschaft erzeugt. Vielmehr werden mittlerweile gefährliche Kollateralschäden und vollkommen absurde Auswirkungen in den Volkswirtschaften sichtbar: Kredite mit Negativzinsen an die öffentliche Hand führen zu vollkommen falschen Verschuldungsanreizen und die EZB kauft zum Teil Unternehmensanleihen auf, um Investitionen anzuregen – ohne jede Wirkung. Dafür wird jedoch billigend in Kauf genommen, dass die Spareinlage des normalen Bürgers an Wert verliert und die Auswirkungen auf die private Altersvorsorge katastrophal sind.“

Für die Volksbank im Märkischen Kreis beschreibt Dommes einen „anhaltenden Spagat zwischen steigendem regulatorischen Aufwand und rückläufigem Zinsertrag, der jedoch aufgrund anhaltendem Wachstum im Kundengeschäft und sinnvoller Kostenoptimierung weiterhin ein gutes Geschäftsergebnis der Volksbank“ zulasse: Die Bilanzsumme der Bank stieg um 4,7 Prozent auf 1,89 Milliarden Euro. Das Wachstum im Firmenkreditgeschäft fiel laut Pressemitteilung mit 9,3 Prozent um das 5,5-fache, das des Baufinanzierungsgeschäftes mit 7,8 Prozent um das 2,2-fache besser aus als das Marktwachstum. Damit seien wiederholt Marktanteile im Kerngeschäft der Volksbank gewonnen worden.

Anmerkung der Redaktion: Da die Presse zur Vertreterversammlung der Volksbank nicht eingeladen war, müssen wir uns auf die Wiedergabe der Pressemitteilung des Instituts beschränken.

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