Dietrich Vehse verabschiedet

Dietrich Vehse (5. v.links) wurde am Freitag als Geschäftsführer des Stadtjugendrings verabschiedet.

Lüdenscheid - „Ich bin ein Kooperationstyp“, sagt Dietrich Vehse. Dem Stadtjugendring ist das in den gut zwölf Jahren, in denen er Geschäftsführer war, zugute gekommen. Am Freitag wurde der 57-Jährige von seinen Weggefährten verabschiedet.

Hintergrund sind die Kürzungen im Haushaltssicherungskonzept (HSK). Vehses Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Seine Viertelstelle fällt den HSK-Einsparungen zum Opfer. „Das ist schon bitter“, sagt Stefanie Schröder, Sprecherin des Stadtjugendrings. „Wir müssen sehen, wie wir uns sortieren im nächsten Jahr.“ Froh ist sie, dass Dietrich Vehse eine andere Stelle gefunden hat. Froh auch darüber, was er in den Jahren seiner Amtszeit für den Stadtjugendring auf die Beine gestellt hat.

Er selbst, gelernter Industriekaufmann und studierter Betriebwirtschaftler, hat einige Umbrüche in seinem Leben erfahren, bevor er über ehrenamtliche Jugendarbeit beim CVJM und in der Kirchengemeinde Oberrahmede zum Stadtjugendring kam. Seine zusätzliche Qualifikation in der systemischen Organisationsentwicklung passte ins künftige Aufgabenspektrum. Er startete mit seiner Arbeit in einem „Kabuff“ im damaligen Domizil des Kinderschutzbundes (KSB) an der Freiherr-vom-Stein-Straße, für den er heute als Mitglied noch ehrenamtlich am Kinder- und Jugendtelefon sitzt.

Vom Stadtjugendring verabschiedete er sich „in großer Dankbarkeit.“ Netzwerkarbeit war sein Ding. Die bessere Verbindung zum Landesjugendring führte dort zu einer besseren Wahrnehmung der Lüdenscheider Akteure. Es gab Zuschüsse fürs Jugendforum und die Aktion „Freiräume für Dich“. Weitere Höhepunkte waren für ihn die Wahl-Aktion für Jugendliche an Schulen und die Anne-Frank-Ausstellung sowie die Beteiligung an der Entwicklung des Kinder- und Jugendförderplans. „Die Struktur des Stadtjugendrings mit mehr als 30 Mitgliedern ist super“, sagt er. Die Vernetzung mache viel aus.

Dietrich Vehse glaubt zwar, dass es sich Politik und Verwaltung nicht leicht gemacht haben mit den Etatkürzungen im Jugendbereich. „Aber ich glaube, sie sind sich nicht bewusst, was dahinter steht, nämlich junge Menschen.“

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