Chemie-Unfall sorgt für Großalarm in Lüdenscheid

Bei einem Chemieunfall in der Firma Gerhardi Kunststofftechnik am Loher Wäldchen wurden am Mittwochvormittag 31 Beschäftigte leicht verletzt. Nach Feuerwehrangaben wurden beim Umfüllen von Chemikalien in einen Behälter Salzsäure-Dämpfe freigesetzt. Wegen eines Chemieunfalls bei Gerhardi Kunststofftechnik am Loher Wäldchen wurde am Mittwoch in Lüdenscheid ein Großeinsatz ausgelöst. Zwei Arbeiter erlitten Verätzungen im Gesicht, ihre Kollegen wurden mit Schleimhautreizungen ins Klinikum und Krankenhäuser in Werdohl und Plettenberg transportiert. Als der Brandmelder des Betriebs an der Schlittenbacher Straße auslöst, rückt zunächst der Löschzug der Wache am Dukatenweg aus. Doch vor Ort erweist sich die Lage als unübersichtlich. Vorsorglich evakuieren die Einsatzkräfte Teile der Belegschaft und erkunden mit Verantwortlichen des Betriebs den Unfallort. Wenig später löst der Einsatzleiter Stadtalarm aus. Alle Feuerwehreinheiten, Helfer des Roten Kreuzes und der Johanniter Unfallhilfe sowie Polizeibeamte konzentrieren sich auf den Bezirk rund um Gerhardi. Oberhalb des Loher Wäldchens errichten Einsatzkräfte ein Zelt und bereiten sich auf einen „Massenanfall von Verletzten" vor. Mehr als 100 Frauen und Männer sind im Einsatz. Die Polizei streift durch umliegende Straßen und fordert die Anwohner sicherheitshalber auf, im Haus zu bleiben und Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Schützenhalle wird vorsorglich als Sammelplatz für Patienten vorgesehen. Der Schützenplatz Loh wird zur Aufstellfläche für Rettungsfahrzeuge. Der Katastrophenschutz NRW rückt ebenfalls an. Messungen der Luft rund um den Unfallort ergeben jedoch keine Gefährdung. Die Kripo nimmt Ermittlungen zur Unfallursache auf und will klären, wer für den Chemieunfall verantwortlich ist. Der Hergang des Unfalls ist noch ungeklärt. Der Großeinsatz endet gegen 13 Uhr

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