STL behebt Schäden / Letztlich Übergangslösung

Bushaltestelle Oberstadt: Warten auf die Reparatur

Manchmal wird’s eng: Lieferfahrzeuge oder Kleintransporter suchen sich mühsam den Weg zwischen Hauswand, Laterne und Buswartehalle. Aber auch Vandalen setzen dem schützenden Unterstand zu. Kurzfristig soll die Konstruktion repariert werden.

Lüdenscheid - Aus unterschiedlichen Gründen ist es manchem ein Dorn im Auge: das Umfeld der Bushaltestelle in der Oberstadt. Anlieger beklagen immer wieder den ungepflegten Eindruck und die missbräuchliche Nutzung als Trinker-Treff. Mittlerweile kommt noch ein weiterer Grund hinzu. Die kleine Wartehalle ist defekt.

Scheiben fehlen, in einem der Dach-Rundbögen aus Kunststoff klafft ein großes Loch. Schutz vor Wind und Regen, Dauergäste in diesem Sommer, ist dadurch kaum noch gegeben.

Vermutungen der Anlieger, „dass da bis zur Altstadtsanierung nichts mehr passiert“, träfen aber nicht zu, sagt Andreas Fritz vom STL. Der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb ist zuständig für die Instandhaltung der Buswartehallen und hat auch diese auf dem Plan. „Aber der Rahmen ist verzogen“, weiß Fritz, eine Folge der letzten Beschädigung. Die neue Scheibe sei zwar schon da, könne aber aus dem Grunde noch nicht montiert werden. Das solle aber, sobald der Rahmen gerichtet ist, geschehen. Dass bis zu einer eventuell komplett neuen Lösung in diesem Bereich im Rahmen der Altstadtsanierung eine solche Instanthaltung gewährleistet sein muss, steht für ihn außer Frage.

Doch langfristig könnte sich, je nach politischem Wunsch, einiges an dieser Stelle verändern, um die Eingangssituation in die Fußgängerzone an dieser Stelle attraktiver zu machen. Die jetzt mittig auf der Straße platzierte Wartehalle sorgt nicht nur beim Rangieren von Liefer-Lastern immer wieder für heikle Situationen und Beschädigungsrisiken.

Die Eingangssituationen in die Altstadt seien nicht ablesbar, stellt auch die Analyse im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes fest. Ein barrierefreier Ausbau der Haltestelle, eine gestalterische Veränderung oder ein Abbau des Rondells, der Infostele und des Schildes, gegebenenfalls auch eine Verlagerung der Wartehalle von der Mitte an den Rand der Straße – denkbar ist vieles und klar ist, dass die Situation früher oder später auf den Prüfstand kommt.

Für den MVG-Prokuristen Peter Bökenkötter ist aber auch klar, das die „hochfrequentierte Haltestelle“ keinesfalls wegfallen soll. Egal, wie sich der Bereich – und die Wartehallensituation – noch wandele, der Beibehalt des Linienverkehrs mit dieser Haltestelle sei nie in Frage gestellt worden, betont er und bekräftigt: „Einem solchen Ansinnen würden auch die Verkehrsplanung der Stadt, der MK und wir entschieden entgegentreten.“

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