236 Büros wollen Musikschule bauen

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Mit einem Architekturwettbewerb zum Musikschul-Neubau will die Stadt Ideen für den Staberg-Parkplatz sammeln.

Lüdenscheid - „Das Interesse ist riesig: 236 Büros haben sich beworben. Damit haben wir nicht gerechnet.“ – Heike Müller von der Projektstelle Licht- und Stadtgestaltung ist begeistert von der Resonanz von Architektenbüros aus Deutschland und darüber hinaus, die den Musikschulneubau auf dem Staberg-Parkplatz realisieren möchten.

Inzwischen gab die Stadt Hintergründe des Verfahrens bekannt, die zuvor in nicht öffentlicher Ausschusssitzung behandelt werden mussten, weil es, so die Erklärung, um Auslobungsdetails gegangen sei. Da die Unterlagen aber erst am 15. Juni verschickt würden, dürfe es keine Vorabinformation geben.

Unverfängliche Informationen betreffen die Streuung der bisherigen Bewerber in einem „nichtoffenen Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren“. Das erlaubt der Stadt insofern eine Steuerung, als fünf Teilnehmer bereits gesetzt sind, darunter das Lüdenscheider Büro Kaldewey/Wortmann. 15 weitere werden am 31. Mai unter notarieller Aufsicht ausgelost. Diese 20 Kandidaten hätten gut acht Wochen Zeit für ihre – anonym eingereichten – Vorentwurfsplanungen, so erläutert es Martin Bärwolf (Fachbereichsleiter Planen und Bauen); eine weitere Woche bleibt für die Fertigstellung des Modells. Am 14. September tagen die themenkundigen Fachpreisrichter und zuletzt die ortskundigen Sachpreisrichter.

„Bisher“, betont Martin Bärwolf, „haben wir bei solchen Verfahren immer ein einstimmiges Ergebnis gehabt. Das streben wir auch an.“ Für Preise und Anerkennungen steht ein Brutto-Gesamtbetrag von 36 500 Euro zur Verfügung, auch das sei bereits zu 80 Prozent gefördert. „Das Preisgeld ist nur so hoch wie ein Vorentwurfshonorar“, räumt Bärwolf mit der Vorstellung auf, für die Büros sei ein solcher Wettbewerb eine lukrative Sache. „Für die Büros, die mitmachen, ist es eine teure Akquise.“

Der weitere Zeitplan ist langfristig: Entwurfsplanung erstellen und die Frist für den Förderantrag (1. Dezember 2017) einhalten. Ende 2018 könne man mit dem Bescheid rechnen, 2019 mit dem Bau beginnen und Ostern 2020 mit der Musikschule umziehen. So ist der Plan.

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