Zeuge kollabiert / Fahndung der Polizei mit Hubschrauber

Überfall auf Hohage: Täter erbeuten hochwertige Uhren und flüchten

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[Update 17.40 Uhr] Lüdenscheid - Bei einem Raubüberfall auf das Juweliergeschäft Hohage an der Wilhelmstraße erbeuteten am Freitag zwei Männer etliche hochwertige Armbanduhren.

Um kurz nach 10 Uhr betraten die beiden Unbekannten nach Polizeiangaben das Ladenlokal. Einer der Täter führte eine Schusswaffe – die Polizei vermutet: eine Pistole – mit sich. 

Die Räuber forderten die im Laden anwesenden Personen (vier Angestellte und einen Kunden) mit vorgehaltener Schusswaffe auf, sich im hinteren Bereich des Ladenlokals auf den Bauch zu legen. Sie holten daraufhin eine Mitarbeiterin zum Öffnen der Auslagen in den Verkaufsbereich zurück. Aus den Auslagen stahlen sie eine bisher unbekannte Anzahl Uhren. Die Beute dürfte beträchtlich sein.

Anschließend flüchteten die Täter zu Fuß. Ein Zeuge verfolgte die Räuber zunächst, verlor sie dann aber aus den Augen.

Raubüberfall auf Juwelier Hohage in Lüdenscheid

Mitarbeiter beobachtet Überfall im Monitor

Ein Hohage-Mitarbeiter, der sich zur Tatzeit im Obergeschoss des Geschäftes befand, wurde auf den Lärm aufmerksam und konnte den Überfall auf einem Monitor beobachten, bevor er das Gebäude über eine Nebentür verließ und die Polizei verständigte. Während des Überfalls, so berichtet die Polizei weiter, sprachen die Täter Englisch, Arabisch und gebrochenes Deutsch.

Schwangere Zeugin muss versorgt werden 

Eine schwangere Zeugin musste vor Ort kurzzeitig durch eine Rettungswagen-Besatzung versorgt werden. Ein weiterer Mann kollabierte nach dem Überfall vor dem Geschäft und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Grüne Jacke, Jeans und Turnschuhe

Der Täter mit der Schusswaffe trug eine grüne Jacke, Jeans, helle Turnschuhe, ein schwarzes Käppi und hatte eine Umhängetasche dabei. Er soll Südländer und etwa 30 Jahre alt sein. Der Mann flüchtete in Richtung Altstadt. 

Helle Jacke, Hut und Sonnenbrille

Der andere Täter trug einen hellen Hut, eine Sonnenbrille, eine helle Jacke und schwarze Handschuhe. Er hatte einen Rucksack in heller Farbe dabei und flüchtete in Richtung Arbeitsamt. Die Fahndung der Polizei, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, verlief erfolglos.

Nicht zum ersten Mal ist das Juwelier-Geschäft an der Wilhelmstraße überfallen worden.

Überfall im Jahr 2003

Am 14. Mai 2003 erbeutete ein bewaffnetes Räuber-Trio „binnen weniger Minuten die teuersten Stücke aus der Auslage“, wie die LN damals berichteten. Die Täter entkamen unerkannt, den Mitarbeitern und Inhabern blieben der Schock und ein Schaden im sechsstelligen Bereich. 

Die Polizei hatte nach dieser Blitzaktion den Bereich um das Geschäft schnellstmöglich abgeriegelt, die Räuber entkamen aber mit einem in der Corneliusstraße abgestellten weißen Volvo Kombi. Den stellten sie an der Kerksighalle ab und stiegen nur wenige Meter weiter in den grünen VW Golf mit gelbem Kennzeichen einer Komplizin. Eine fassungslose Hohage-Verkäuferin hatte damals nach dem Überfall gesagt: „Das ist echt ein Schock fürs Leben.“

Blitzeinbruch mit gestohlenem Auto 

Kurz vor Weihnachten im Jahr 2000, so zeigt ein Blick ins LN-Archiv, ereignete sich bei Hohage ein Blitzeinbruch mit einem gestohlenen Mercedes. Damit rammten die Täter rückwärts die Schaufensterfront, bis eine Panzerglasscheibe neben dem Eingang aus dem Rahmen brach. Die Räuber nahmen die wertvollsten Stücke mit – „säckeweise Uhren und Schmuck“, so stand es in der Zeitung.

Die Anwohner schreckten durch die Tat um 5 Uhr nachts aus dem Schlaf. Auch Rolf Dickhagen, damals Apotheker der Reichsadler-Apotheke, hatte Notdienst, hörte den Lärm, rannte auf die Straße und rief „Hilfe, Polizei, Polizei!“. Damit vertrieb er die Verbrecher. Eine Fahndung der Polizei mit Hubschrauber und Hunden blieb anschließend ohne Ergebnis.

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