Besucherstarke „Nacht der offenen Kirchen“

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Die Blechbläser waren Teil der „Nacht der offenen Kirchen“ in der Erlöserkirche.

Lüdenscheid - Die von der Westfälischen Landeskirche veranstaltete „Nacht der offenen Kirchen“ lockte am Sonntagabend zahlreiche Gäste in die Christuskirche, die Erlöserkirche, nach Brügge und Oberrahmede.

Die Christuskirchengemeinde hatte ihr umfangreiches Programm in der „Nacht der offenen Kirchen“ unter die Überschrift „Wovon träumst du? Hören – Sehen – Erleben“ gestellt. Es wurde von Kirchenmusiker Wolfgang Kimpel und anderen musikalischen Talenten aus der eigenen Gemeinde mit „Musik zum Träumen“ eröffnet. Zu ihnen zählten Carola Bohe (Blockflöten), Luca Reininghaus (Euphonium), Lukas Langbehn (Saxofon), Max Schmidt (Posaune), Carla von dem Bussche (Trompete und Gesang) und Cedric Müller (Euphonium). Der musikalische Bogen spannte sich dabei von Stücken aus der Renaissance und Barockzeit bis hin zum Swing und anderen Klängen des 21. Jahrhunderts. Anschließend lud Gemeindepfarrer Rainer Gremmels alle in der Christuskirche dazu ein, „Traumstationen“ abzuschreiten. Der liturgische Abschluss, mit dem die Kirchennacht in der Christuskirche ausklang, stand unter der Überschrift „Raum – Klang – Stille“.

In der evangelischen Kirche Brügge fanden Christen Ruhe, Besinnung und Anbetung während der „Nacht der Lichter“. Der Chor der evangelischen Kirchengemeinde Brügge-Lösenbach hatte zusammen mit seinem Leiter Reinhard Derdak zum Taizé-Gebet eingeladen. Dadurch, dass die Sängerinnen und Sänger unter den Gästen Platz genommen hatten, trugen sie den mehrstimmigen Gesang der Gemeinde. Gemeinsam mit den Chorsängern unter der Leitung von Reinhard Derdak (Klavier) und den Instrumentalisten Sylke und Ferdinand Riegel (Blockflöte und Violine), Dorothee Hirth (Violoncello) und Eva Wiegand (Gambe) bildete die große Gemeinde rasch einen Klangkörper, der den ganzen Kirchenraum füllte.

Unterschiedliche musikalische Klänge, Stille, die Möglichkeit zu Gesprächen am Rand des Geschehens erwarteten die Besucher der Erlöserkirche. Hier eröffnete das Vokalquartett Datteln die Nacht, ein Blechbläser Projektensemble gestaltete den Mittelteil und die christliche Band „Joyful Spirit“ bot populäres Soundgewand. Da wollten auch die Blechbläser sich nicht lumpen lassen und stiegen mit einem Ragtime aus der Feder Scott Joplins, „Easy Winner“ ein. Raritäten wie Debussys Stück „Golliwog’s Cakewalk“ (1913), aber auch Mussorgskis „Das alte Schloss“, wie auch das eine oder andere Evangeliumslied rundeten den Auftritt der Blechbläser ab.

In Oberrahmede lief die „Nacht der offenen Kirchen“ unter dem Motto „(un)sichtbar – Verborgenes zeigen“. Christine Nemitz präsentierte eine Fotoserie mit Landschaft und Mensch. Die syrische Künstlerin Rahaf Zaiydyia, zeigte Arbeiten, die in einem Workshop an der VHS entstanden, der aus „Local Aid“ geboren wurde, finanziert von Local Aid und Kultstätte e.V. Viele kleine wie bekenntnisreiche Beiträge, aber auch ein Auftritt des Gospelchors „Risecorn“ und am Ende ein wenig Pop mit Björn Bergs, gelooptem A-Capella-Gesang, danach Bergs und den „Amy’s Dancers“ aus Bielefeld, hielten zahlreiche Menschen in Kirche und Gemeindezentrum.

Von Ingrid Weiland und Ulf Schwager

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