Baustelle Bahnhof Brügge

Der Brügger Bahnhof ist im Umbruch.

Lüdenscheid - Noch ist das Bild von Abrissarbeiten geprägt. Bagger graben sich ins Erdreich, heben Altes hervor, um für Neues Platz zu machen. Entlang der Gleise liegen schon Kiesberge zur Verlegung der Gleisstränge, einige Stränge stapeln sich schon am Rande des Bahnhofs.

Der Brügger Bahnhof verändert sein Gesicht. Die Umgestaltung ebnet den Weg für eine bessere Infrastruktur. Wenn alles klappt und der Zeitplan eingehalten werden kann, ist es ab 2017 möglich, mit dem Zug direkt von Lüdenscheid nach Köln zu fahren. Ein Mittelbahnsteig soll in Zukunft das Bild am Brügger Bahnhaltepunkt prägen.

Dazu wird der Bahnhof zum Verknüpfungspunkt für den Zug-, Bus- und Autoverkehr avancieren. Auch einen weiteren Bahnsteig wird es geben. Letzteres ist Sache der Bahn. Die Stadt ist an der Reihe, wenn vor dem Zughaltepunkt eine Fläche für Busse und ein größeres Park-and-ride-Areal als bisher umgesetzt wird. Der Knotenpunkt verbindet nicht nur Bahn- und Busverkehr, sondern nimmt auch die Fahrradfahrer mit, die dann den neuen Volmetalradweg nutzen können.

Der Straßenabschnitt zwischen der jetzigen Bus- und Bahnhaltestelle und dem neuen Feuerwehrgerätehaus wird neu geordnet. Die Busse werden laut Planungen der Stadt künftig entlang der Gleise halten. Dahinter würde ein Parkplatz mit gut 90 – vermutlich kostenfreien – Stellplätzen entstehen. Ein markanter Baum auf dem Gelände soll erhalten bleiben, die Fahrbahnbreite fortan sechs Meter betragen. Dazu käme ein Geh- und Radweg.

Für die fernere Zukunft ist auch ein Kiosk und eine Radverleihstation geplant. Im Zuge des Projekts soll zudem die Stützmauer zur Volme hin saniert werden.

Die Gelder für die Finanzierung der Umgestaltung kommen bis zu 90 Prozent aus zwei unterschiedlichen Fördertöpfen. Die Stadt plant parallel zur Bahn, die die Gleisanlage samt Mittelbahnsteig mit Fahrkartenautomaten baut. Auch die Übergänge sind Sache der Bahn. Wenn die Bahn abzieht, macht sich die Stadt ans Werk.

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