Baumaßnahmen an städtischen Schul- und Kita-Gebäuden

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Tobias Krüger bearbeitet den Putz an der Kita Gevelndorf.

Lüdenscheid - Während Kinder und Jugendliche in den Urlaub fahren oder zu Hause die Ferien genießen, herrscht in den Schul- und Kita-Gebäuden noch lange kein Stillstand. Denn die Stadt nutzt auch in diesem Jahr  die Sommerferien, um an mehreren städtischen Einrichtungen Sanierungsarbeiten durchführen zu lassen.

Für manchen Handwerksbetrieb vor Ort bedeutet das eine besonders arbeitsreiche Zeit. Von den Baufortschritten überzeugten sich am Donnerstag in der Tinsberger Schule und in der Kita Gevelndorf Frank Kuschmirtz, Betriebsleiter der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW), und Dr. Karl-Heinz Blasweiler, erster Beigeordneter und Stadtkämmerer.

Mit von der Partie war auch Andreas Beckmann vom Kunden- und Objektservice der ZGW, der zusammen mit den Hausmeistern vor Ort über die verschiedenen Maßnahmen informierte.

Abschottung des Treppenhauses

Frank Haupt (2.v.r.) zeigt Dr. Karl-Heinz Blasweiler, Frank Kuschmirtz, Andreas Beckmann und Carsten Oltersdorf die Baustelle.

In der Tinsberger Schule wird ein zweiter baulicher Rettungsweg erschlossen, wie Beckmann erklärte. Ein vorhandenes Treppenhaus wird mit Brandschutztüren sowie F90-Wänden abgeschottet. „F90 bedeutet, dass die Verkleidung 90 Minuten lang Feuerwiderstand leistet.“Durch die Abschottung bleibe das Treppenhaus im Brandfall entsprechend lange rauchfrei und ermögliche die Flucht. „Auch die Elektroinstallationen werden den neuesten Brandschutzanforderungen entsprechend überarbeitet.

Dazu gehören die Beleuchtung sowie die Rauchwarnmelder.“ Kuschmirtz sagte, Sicherheitsaspekte hätten oberste Priorität. „Aber es geht uns auch um den Substanzerhalt. Ich sag es jetzt mal ganz salopp: Wir wollen es hier auch ein bisschen hübsch machen.“

Frank Haupt (Firma Bock) befestigt Brandschutzelemente.

Damit verwies er auf den zweiten Teil der Arbeiten in der Schule – auf die Aufarbeitung der Massivparkettböden in sechs Klassenräumen. Drei dieser Räume waren am Donnerstag fast fertig, die drei Übrigen folgen nun ebenfalls mit mehreren zeitintensiven Arbeitsschritten: abschleifen, grundieren und drei Mal Versiegeln, wie Beckmann erklärte.

 „Nach der Grundierung und nach jeder einzelnen Versiegelung muss der Boden einen Tag und eine Nacht lang trocknen. Deshalb dauert es insgesamt ein paar Tage.“

An den Maßnahmen, die die Stadt insgesamt 45 000 Euro kosten, sind verschiedene Unternehmen beteiligt: Elektro Kühnel, der Malerbetrieb Elftmann, Baumeister Heinrich Bock für Brandschutz und Trockenbauarbeiten (alle aus Lüdenscheid) sowie die Firma Bembé aus Tauberbischofsheim für das Parkett.

Viel zu tun gibt’s derzeit auch an der Gevelndorfer Straße 12. Im Gebäude der Kindertagesstätte wird ein Mehrzweckraum renoviert.

Renovierung eines Mehrzweckraums

Neue Heizkörper hat die Firma IB Heiztechnik eingebaut, eine neue Decke stammt von „KK Holzrasterdecken“ und die Firma Elftmann streicht die hölzernen Tür- und Fensterrahmen neu.

„Da in dem Mehrzweckraum auch Sport getrieben wird, fehlt jetzt noch der Prallschutz an den Wänden. Den macht die Firma Si Sport aus Gummersbach“, sagte Beckmann.

Jan Kayser (links) ergänzt die Fallrohre an der Kita Gevelndorf.

Gleichzeitig passiert ums Haus eine ganze Menge. Der Dachdeckerbetrieb Kayser behebt Schäden an den Dachkehlen und tauscht Fallrohre aus. Mitarbeiter der Firma „Putz + Stuck Dirk Krüger“ bessern den Außenputz aus – unter anderem am Gebäudesockel.

Insgesamt investiert die Stadt rund 30 000 Euro in die Bauarbeiten an der Kita Gevelndorf. Nicht zu vergessen – betonten Kuschmirtz, Beckmann und Blasweiler – sei der Stadtreinigungs- Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL), der mit Mitarbeitern seines Handwerksbereichs zum Beispiel Fußleisten und Fensterbänke aufarbeitet.

Und auch die Zusammenarbeit mit den Hausmeistern Oliver Hölscher (Gevelndorf und weitere städtische Kitas) sowie Carsten Oltersdorf (Tinsberger Schule) funktioniere bestens.

Vergabe an heimische Betriebe

An weiteren Einrichtungen – zum Beispiel an der Kita Oeneking, in der Kita Wermecker Grund und an Bergstadt- und Zeppelin-Gymnasium – wird in den Ferien ebenso gearbeitet.

 „Die Vergabe der Aufträge an heimische Betriebe haben wir so weit das möglich war angestrebt“, sagte Blasweiler. Die Sanierungsmaßnahmen seien insofern auch ein „Konjunkturpaket für die Wirtschaft“.

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