Bundesverkehrswegeplan mit guten Nachrichten

Ausbau der A45 und 46: Freude auf allen Seiten

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Der „vordringliche Bedarf“ für den Ausbau der A 45 wird von allen Beteiligten – ob aus Politik oder Wirtschaft begrüßt.

Lüdenscheid/Märkischer Kreis - Rund 200 Fahrzeuge fahren pro Tag die an der Bellmerei ansässigen Speditionen an und wieder ab, schätzt Karl Jochem Scherer, Geschäftsführer der Karl Scherer Spedition GmbH, grob. Staus auf der Autobahn erschweren das Geschäft. „Da freue ich mich natürlich, dass der Ausbau der A45 im Bundesverkehrswegeplan höchste Priorität hat.“

Hinzu komme in diesem Abschnitt auch der An- und Ablieferverkehr bei Obi oder Kostal. Der Ausbau auf sechs Spuren bringe eine dringend benötigte Entlastung. „Das macht schon Hoffnung.“

Natürlich werden noch viele Jahre ins Land gehen, bis der Ausbau perfekt ist und in denen aufgrund der Baustellen zusätzliche Staus programmiert sind, aber die Prioritäten für den Ausbau der A45 und 46 sorgen für Freude auf allen Seiten. „Mit dieser Entscheidung wird der Bedeutung dieser wichtigen europäischen Nord-Süd-Magistralen Rechnung getragen, die gerade in Südwestfalen wichtige Funktionen wahrnimmt“, sagt der SIHK-Verkehrsausschuss-Vorsitzende Marc Simon.

„Mit Aufnahme der enorm wichtigen Verkehrsprojekte ist der Bund den Vorschlägen des Landes NRW und somit auch der Kommunen gefolgt“, zeigte sich der SPD-Landtagsabgeordnete und Verkehrsexperte Gordan Dudas zufrieden.

„Damit fließen voraussichtlich in den nächsten Jahren mehrere hundert Millionen Euro in den Straßenbau in Südwestfalen“, begrüßte der CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Heider die Entscheidung. Für den Bereich südlicher Märkischer Kreis meldete Heider noch Klärungsbedarf an: „Wir werden uns genau ansehen, warum der Ausbau ab Lüdenscheid in Richtung Süden nicht als Engpassbeseitigung eingeschätzt wurde.“

Die A46 erhielt für den Neubau zwischen Hemer und Menden ebenfalls die Priorität „vordringlicher Bedarf“. Ab Menden soll ein dreispuriger Neubau der B7 über Wimbern bis nach Arnsberg entstehen. „Dies ist für die Region ein verträglicher Kompromiss und ein gutes Signal für die ansässigen Unternehmen“, lobte Heider ebenso die Auswirkungen für den nördlichen Märkischen Kreis. Die gemeinsamen Anstrengungen aller Bundestagsabgeordneten der Region hätten sich in weiten Teilen gelohnt.

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