„Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun“

ARG-Schüler zeigen Drama um Sinn und Bedeutung

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Die Schüler der ARG zeigten „Nichts“.

Lüdenscheid - Schwerer Stoff, ein tragisches Ende im Stück und am Ende großer Beifall für die Inszenierung von „Nichts“ nach dem Roman von Janne Teller: Der Literaturkurs Q 1 der Adolf-Reichwein-Gesamschule (ARG) setzte damit die Reihe erfolgreicher Aufführungen an der Schule fort.

Strahlende Gesichter auf der Bühne, Blümchen für alle 17 Darsteller, aber auch für die stillen Helfer und die Regie, war die Freude über die gelungene Aufführung von „Nichts“ unschwer anzumerken. Das Drama um Sinn und Bedeutung, entzündet sich an Pierre Anthons Grundsatzerklärung „Nichts bedeutet irgendetwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun.“ Seine Mitschüler fühlen sich angegriffen, wollen das Gegenteil beweisen. Je mehr sie sich darum mühen, desto mehr legt die Gruppe eigene Wertvorstellungen ab.

Konzentriert ging es an diesem Abend hinein in eine Aufführung ohne Pause, aber auch ohne Abgang für die Darsteller. Jeder musste bis zum bitteren Ende im Spiel auf der Bühne ausharren.

Konzentrierte Darsteller, weitgehend gleichmäßiger Spielfluss, dezente Lichtregie, minimalistische Bühnenausstattung und vor allem eine symbolträchtige Stellregie für die Darsteller zählten zu den großen Pluspunkten dieser Aufführung. Dazu gehörte auch jeglicher Verzicht auf verstärkende dramaturgische Effekte durch Licht und Musik. Exzellent hob dies den Erzählfluss hervor.

Unweigerlich verstärkte diese Entscheidung auch den Eindruck eines schmalen wie schnurgeraden Weges in die Katastrophe. Eine mutige und richtige Entscheidung der Regisseurinnen Josette Ommer und Kirsten Michalzik. Die skurrilen Argumente wider Pierre Anthons Thesen, angehäuft auf einem Berg der Bedeutung, der Treffpunkt, ein altes Sägewerk und Pierre Anthons Leichnam, alles ging in Feuer auf. Die Fragen um Sinn und Bedeutung blieben.

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