Arbeitsagentur-Chefin besucht EOT Oberflächentechnik in Lüdenscheid

Metall im Blick: EOT-Geschäftsführer Wolfgang Roll (links) und sein Sohn Steffen führten Karin Käppel (rechts) und Angela Freimuth durch den Betrieb und erklärten die Beschichtungstechnik.

Lüdenscheid  - Sie hat es wieder getan. Auf den regelmäßigen direkten Kontakt zu regionaler Wirtschaft und heimischen Politikern legt Karin Käppel bekanntlich ziemlich viel Wert.

Vor diesem Hintergrund war die Chefin der Iserlohner Arbeitsagentur jüngst in Lüdenscheid unterwegs – zusammen mit der FDP-Landtagsabgeordneten Angela Freimuth.

Das besuchte Unternehmen dabei: die im Heedfelder Industriegebiet angesiedelte Firma EOT Eibach Oberflächentechnik. Die Gesprächspartner bei dem Treffen: Wolfgang Roll, geschäftsführender Gesellschafter bei EOT, sowie sein Sohn Steffen, der dort inzwischen als technischer Leiter arbeitet.

Für Karin Käppel. die gern auf die Stärke der Industrie im Märkischen Kreis hinweist, dürfte EOT ein Unternehmen nach ihrem Geschmack sein. Denn der auf Korrosionsschutz fixierte Betrieb beschichtet etwa Schrauben, Bolzen und Muttern für die Montage von Windrädern – und ist auf diesem Feld laut Wolfgang Roll der Marktführer.

Bei einem Rundgang durch die Firma konnten sich die beiden Besucherinnen die massiven Gewindestäbe, die die Windräder zusammenhalten, ansehen. Ein besonders wichtiger Geschäftszweig für EOT außerdem: die Beschichtung von Teilen für die Automobilindustrie.

Die Firma EOT existiert seit 1981. Sie stammt ursprünglich aus dem Olper Raum und hatte später ihren Sitz lange am Tietmecker Weg am Lüdenscheider Freisenberg. Seit 2014 ist die Golsberger Straße 3 alleiniger Unternehmensstandort. Dort beschäftigt EOT rund 100 Mitarbeiter. Circa 80 davon bilden die Stammbelegschaft, die übrigen sind Leiharbeiter.

Bei dem Beschichtungsspezialisten stehen etwa Industriekaufleute, Ingenieure, Elektriker und Schlosser in Dienst. Die eigentliche Beschichtungsarbeit aber erledigen ursprünglich ungelernte Hilfskräfte, die für ihre Aufgabe eingearbeitet werden. Die bleiben offenbar gern langfristig. Wolfgang Roll: „Die meisten davon sind schon viele Jahre bei uns.“

Genau diese Konstellation war für Käppel die Überleitung, um noch einmal die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis darzustellen. Danach waren im April diesen Jahres im Kreisgebiet 15 209 Menschen arbeitslos gemeldet. 4397 davon erhielten das Geld für ihren Lebensunterhalt aus der Arbeitslosenversicherung, die meisten indes – 10 812 Männer und Frauen – aus der sogenannten Grundsicherung (Hartz IV).

Im Vergleich zum März 2016 hat sich der Statistik zufolge die Zahl der Arbeitslosen um 288 verringert. Vor allem saisonbedingt. Knapp die Hälfte der Erwerbslosen – 7800 Bürger – waren ungelernte Helfer. Demgegenüber gab es 670 gemeldete Helferstellen. Die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtigen Stellenmeldungen im Kreis lag im April 2016 bei 1002. Die Zahlen für Mai will die Arbeitsagentur nächste Woche vorlegen.

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