Vom Unwetter verschont

AOK-Firmenlauf: Über 5000 Läufer feiern in der Innenstadt 

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Gedränge nach dem Startschuss: Um 19.30 Uhr schickte Bürgermeister Dieter Dzewas die Teilnehmer des 14. AOK-Firmenlaufs auf die Strecke.

Lüdenscheid - Kurz und schwach war ein Regenschauer, der kurz nach dem Start des 14. AOK-Firmenlaufs auf Sportler, Zuschauer und Helfer niederging. Die Unwetterwarnungen, die noch am Nachmittag beinahe für eine Absage der Veranstaltung gesorgt hätten, blieben leere Drohungen. Bei bester Stimmung feierten die Teilnehmer vor und nach dem Lauf.

Während in sportlicher Hinsicht wie immer das Motto „Spaß statt Tempo“ galt, gaben mehrere Teams zumindest vorher schon mal richtig Gas in Sachen kreativster Firmenauftritt. Da hatten Brigitte Klein (Turboschnecken) und Ralf Jurka (AOK), Hauptorganisatoren des Firmenlaufs und Wettbewerbs-Juroren, wahrlich die Qual der Wahl. 

Am Ende belegten die Johanniter aus Lüdenscheid den ersten Platz und sicherten sich damit 300 Euro. Ihre selbst gebastelte Puppe Bodo mit abnehmbaren Armen, grüner Perücke und Sneakers überzeugte – und lag in Patienten-Manie und von vielen Läufern bewundert auf der Trage. Natürlich bewältigte Bodo, geschoben von „seinen“ Johannitern, später auch die Laufstrecke durch die Stadt.

14. AOK-Firmenlauf in Lüdenscheid - Vor dem Start

Einen hoch umjubelten zweiten Platz (200 Euro) holte sich die Gruppe des Zentrums für jugendliche Diabetiker in Lüdenscheid – mit einer Menschenkette, deren T-Shirts zusammen den Schriftzug „Diabetes“ ergaben, und mit Kostümen in Form von Blutzuckermessgeräten und Insulinpumpen.

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Die Läuferinnen des Wilhelm-Langemann-Hauses in Meinerzhagen schickten „Uschi“ und „Ilse“ ins Rennen. Mit langen grauen Zöpfen, Hasenohren in schwarz-rot-gold, dicken Brillen und Krückstöcken gaben die zwei Mitarbeiterinnen so das Bild zweier lustiger und leicht verrückter Seniorinnen ab. Den dritten Platz – und damit den Gewinn von 150 Euro – feierten sie tanzend und singend vor der Bühne.

Teamfotos vom 14. AOK-Firmenlauf

Damit führten sie fort, was vor dem Lauf ohnehin in vollem Gange war. Zu Partymusik von Moderator und DJ Dirk Weiland feierten und jubelten die meisten der 323 Firmenteams. Und nicht lange ließen schließlich die Turboschnecken um Gabi Marré mit dem Aufwärmprogramm auf sich warten. Sie heizten den knapp 5500 Teilnehmern ordentlich ein.

Den Lauf selbst eröffnete um 19.30 Uhr pünktlich Bürgermeister Dieter Dzewas – und die Sportler in der ersten Reihe stürmten durch den grünen Start- und Zielbogen auf die Strecke.

20:24 Minuten später überquerten die ersten beiden Aktiven dann die Ziellinie: Einmal mehr liefen Andrej Artschwager, Ex-Mittelstreckler der LG Lüdenscheid, und der frühere RWL-Fußballer Abdulah El Youbari (jetzt TuS Ennepetal) Hand in Hand ein. Schnellste Frau war die Mendenerin Katharina Kessler, die rund anderthalb Minuten danach eintraf.

14. AOK-Firmenlauf: Start und Ziel - Teil 1

Nach Auskünften von Ralf Jurka hatte das Deutsche Rote Kreuz am Ende eine „Bagatellverletzung“ zu verzeichnen. Eine Läuferin sei umgeknickt, sagte er. „Alle anderen sind wohlbehalten wieder ins Ziel gekommen.“

14. AOK-Firmenlauf: Start und Ziel - Teil 2

Ein Anwohner der Wehberger Straße meldete den LN, dass an der Strecke Zuschauer Böller auf die Sportler geworfen hätten. Das konnten allerdings weder Jurka nach Rücksprache mit seinen Kollegen aus der Einsatzleitung noch die Polizei bestätigen. Jurka wusste lediglich von Anwohnern zu berichten, die – wie in jedem Jahr – mit den Straßensperrungen im Rahmen der Veranstaltung unzufrieden waren. „Aber alles in allem ist die Stimmung super“, sagte der Organisator am Rande der ausgelassenen und fröhlichen After-Run-Party auf dem Rathausplatz.

14. AOK-Firmenlauf: Auf der Strecke - Teil 1

14. AOK-Firmenlauf: Auf der Strecke - Teil 2

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