Amtsgericht: Lastwagenfahrer unterstützt Teddy-Stiftung

Lüdenscheid - Die Deutsche Teddy-Stiftung im ostfriesischen Esens-Bensersiel freut sich über 240 Euro. Damit können wieder Teddys für Kinder gekauft werden, die in Notlagen oder nach Unfällen dringend Trost brauchen. Dass Polizisten oder Sanitäter wieder ein paar Plüschbären mehr an Bord haben, dafür dürfen sich die Kinder bei Uwe U. aus Witten bedanken. Der 51-Jährige Transportfahrer hat am 10. Februar auf der Kölner Straße einen Unfall gebaut, bei dem zwei Insassen eines Mini leicht verletzt wurden.

Gegen den Strafbefehl des Amtsgerichts über 1000 Euro hat er Widerspruch eingelegt. Offenbar passte ihm die Höhe der Geldstrafe nicht, denn er ist inzwischen arbeitslos und bezieht 340 Euro monatliche Unterstützung. Er habe „zwei Millionen Kilometer auf dem Buckel“, sagt er zu Strafrichter Andreas Lyra. Der Unfall mache ihm „ganz schön zu schaffen“. Er habe das Tempo an diesem Wintertag ja schon auf 20 km/h gedrosselt. „Dann habe ich hinter der Kurve den Mini gesehen und versucht zu bremsen.“ Vergeblich.

Der Richter sagt: „Ich will’s kurz machen.“ Theoretisch handele es sich um fahrlässige Körperverletzung. „Aber es kann jedem passieren, dass man was falsch einschätzt.“ Lyra stellt das Verfahren auf Antrag der Staatsanwältin gegen Auflagen ein. Damit ist der Fernfahrer nicht vorbestraft und findet vielleicht wieder einen Job. Und sorgt für ein paar neue Teddys.

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