Paket aus den USA

Alte Bibel kehrt zu ihren Wurzeln zurück

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Dieser historische Bibel kam auf Umwegen in ihre Heimatgemeinde zurück. Die sucht jetzt Nachkommen der Braut.

Lüdenscheid - Sandra Kreisel, Gemeindesekretärin der evangelischen Kirchengemeinde Oberrahmede, staunte nicht schlecht, als ein Paket aus den Vereinigten Staaten das Gemeindebüro erreichte. Sein Inhalt: Eine Bibel, die anlässlich einer Trauung in der Gemeinde dem Brautpaar übergeben worden war – und zwar am 26. September 1891. Damals heiratete Carl August Wienbrauck aus Hagen Anna Maria Elisabeth Wienbrauck geborene Rosenbach aus Eggenscheid.

Bei Sandra Kreisel war die Neugier geweckt. Sie recherchierte den Weg der Bibel nach und begann bei der Absenderin in den USA, einer gebürtigen Deutschen. Diese habe die Bibel von Freunden geschenkt bekommen, die das Stück in einem Antiquariat entdeckt hatten und ihr mit einer deutschen Bibel eine Freunde machen wollten. Die Empfängerin dachte aber, in der ursprünglichen Kirchengemeinde sei die Bibel besser aufgehoben und suchte nach der Adresse – da sie aus Velbert stammt, war ihr Lüdenscheid durchaus ein Begriff.

Sandra Kreisel fand heraus, dass die Bibel wohl mit dem zweitältesten Sohn des Ehepaares, Albert, in den 1920er-Jahren in die USA gelangte. Vermutlich gaben seine Nachkommen die Bibel in das Antiquariat. Die letzte bekannte Adresse der Tochter war nicht weit entfernt von der Frau, die die Bibel geschenkt bekam. Diese suchte auf Bitten Sandra Kreisels den Ort auf, aber die Tochter von Albert Wienbrauck lebte dort nicht mehr.

Die Gemeindesekretärin fände es toll, wenn das ungewöhnliche Dokument wieder in den Besitz der Familie gelangen könnte. Deshalb sucht sie nach Nachfahren der Familie der Braut, die möglicherweise noch in Lüdenscheid leben. Deren Eltern waren laut Unterlagen des Kirchregisters Friedrich Wilhelm Rosenbach, geboren 1830, und Lisette Rosenbach, geborene Pipenstock, geboren am 22. November 1835. Sie hatten neben der Braut noch mehrere Kinder, von denen aber nicht alle erwachsen wurden. Friedrich Wilhelm Rosenbach war wohl in Eggenscheid Feilenhauer und später Fabrikant. Wer etwas über die Familie oder über eine Firma in Eggenscheid weiß, die im Besitz von F. W. Rosenbach gewesen sein könnte, kann sich im Gemeindebüro, Tel. 0 23 51 /5 23 24, melden.

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