"Alles unter einem Dach"

Betriebshof-Neubau der MVG macht sichtbare Fortschritte

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Die neue Wagenhalle auf dem Betriebshof der MVG kommt ohne einen einzigen Stützpfeiler aus. Die gewaltigen Betonträger machen es möglich.

Lüdenscheid - Die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) rüstet sich für zukünftige Aufgaben und baut für rund 11,5 Millionen Euro einen neuen Betriebshof, der Ende des Jahres fertig ist.

„Alles unter einem Dach“ war über viele Jahre der eingängige Werbeslogan. Der Kunde deckte innerhalb des Warenhauses seinen ganzen täglichen Bedarf ab. Ein entfernt verwandtes Prinzip verfolgt das Verkehrsunternehmen mit einem Kernstück des Neubaus: der Wagenhalle. Die bietet Platz für rund 50 Busse. Sämtliche Fahrzeuge des Lüdenscheider Betriebshofes – vom Gelenk- bis zum Midibus – werden künftig im Trockenen geparkt. Mit den „Freiluftstellplätzen“ ist dann Schluss.

„Dann wird es auch für die Anlieger deutlich ruhiger, wenn die Busse am frühen Morgen nicht mehr draußen angelassen werden“, erklärt Detlef Uerpmann, der sich bei der MVG derzeit um die Bauüberwachung kümmert. „Schließlich ist der Neubau unter laufendem Betrieb für alle Beteiligten eine ganz besondere Herausforderung.“ Ein solches Verfahren führt zwangsläufig zu Provisorien: So ist zum Beispiel die Leitstelle derzeit in Containern untergebracht.

Doch allmählich biegen die Arbeiten auf die Zielgerade ein und geben schon den Blick frei auf Besonderes. In der gesamten Abstellhalle (36,5 Meter breit, 120,5 Meter lang) findet sich kein einziger Stützpfeiler. Uerpmann: „Wo nichts ist, kann man nicht anecken.“ Dass es gänzlich ohne geht, dafür sorgen die fast 40 Meter langen und raumüberspannenden Betonträger. Die im Vergleich zur Vorgängerin deutlich höhere Halle ist schon ein Hinweis auf neue Antriebstechniken. „Wir sind für das Elektrozeitalter gerüstet.“

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