Informativer Aktionstag vor der Schützenhalle

„Älter werden – mobil bleiben“

Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper probierte beim Aktionstag auch das Pedelec-Fahrrad aus: „Super Gefühl“.

Lüdenscheid - „Sie machen ja noch einen ganz fitten Eindruck“, stellte MVG-Mitarbeiter Thomas Schmidt fest, und winkte Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper näher ran. Die, Anfang fünfzig, ließ sich gerne übers Busfahren mit Rollator informieren. Frei nach dem Motto: Es ist nie zu früh.

Es ist aber auch nie zu spät: Viele Ältere nutzten am Donnerstag die Gelegenheiten, die sich beim ersten Aktionstag „Älter werden – mobil bleiben“ boten. Vor der Schützenhalle hatten einige Anbieter ihre Stände aufgebaut und informierten über das, was das Leben im Alter, angesichts zunehmender Einschränkungen, einfacher macht. 

Die Organisatorinnen, Diana Czech (Märkischer Kreis) und Marika Gomolka (MVG) sahen den Andrang mit Freude und auch Erleichterung: „Wir sind wirklich positiv überrascht. Es ist durchgängig Betrieb.“ Nach dem erfolgreichen Auftakt stehen die Chancen gut, dass der Aktionstag künftig jährlich in wechselnden Städten und Gemeinden des Kreises läuft.

„’Ich passe auf’, höre ich den einen oder anderen sagen“, betonte Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper zum Auftakt. Doch sein Selbstbild sollte man durchaus mal auf den Prüfstand stellen, findet sie. Dass der berühmte Schulterblick nicht mehr so richtig klappt, habe sie erst kürzlich festgestellt. „So richtig weit kam ich mit dem Kopp nicht mehr ‘rum. Und das hat 20 Jahre so geklappt“, räumt sie ein. Jetzt drehe der Oberkörper mit.

Die Signale, die der Körper gibt, verstehen lernen und Hilfen akzeptieren – das war die Botschaft, die alle Beteiligten vermitteln wollten. Das Interesse war da, die Dankbarkeit über kleine Tipps und Verbesserungsmöglichkeiten auch. Für eine 72-jährige Rollatorfahrerin war es wichtig zu erfahren, dass die leichten Carbon-Rollatoren nur noch fünf Kilo wiegen. Das würde manches erleichtern, glaubt sie. Bauliche Veränderungen auch: „In Sassendorf ist jeder Bürgersteig abgesenkt.“

Ältere Busfahrgäste sprachen andere Probleme an: „Man ist kaum drin, dann fahren die los.“ Aber sie wissen jetzt auch, dass sie im Bus auf richtigen Sitzen viel sicherer sind als auf dem Rollatorsitz. Für die Kreisdirektorin war jedenfalls nach dem informativen Rundgang klar: „Das Alter kann kommen.“

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