Reisebericht: 1000 Kilometer in der Wüste

Das Programm der der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit bietet unterschiedliche Blicke auf Jerusalem und Israel.

Lüdenscheid - Die gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit beginnt das Programm im zweiten Halbjahr mit einem ungewöhnlichen Reisebericht: Am Mittwoch, 30. September, wird Christian Seebauer über seine Wanderung durch Israel auf dem 1000 Kilometer langen Israel National Trail berichten. Sieben Wochen war er unterwegs, quer durch die Wüste, nur mit dem nötigsten Gepäck und ohne einen einzigen Cent auszugeben.

Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk im Roten Saal des Kulturhauses statt und beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 8 Euro. Dabei wird Seeberger unter dem Titel seines Buches „Israel Trail mit Herz“ über seine Erlebnisse berichten. „Temperaturen bis zu 45 Grad, endlose Weiten, atemberaubenden Natur. Jeden Tag erneut auf die Hilfe fremder Menschen angewiesen, erfährt er Zuwendung und Freundschaft jenseits aller sprachlichen, kulturellen und religiösen Schranken“, heißt es dazu in der Ankündigung. „Sein Aufbruch ins Unbekannte wird ein Aufbruch hin zu sich selbst – und zu Gott.“

Darüber hinaus lädt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zu drei weiteren Veranstaltungen in diesem Jahr ein. Am 19. Oktober geht es ab 19 Uhr im Gemeindehaus Maria Königin um Jerusalem, die heilige Stadt der drei monotheistischen Religionen. Hella Goldbach, Vorsitzende der Gesellschaft, und Matthias Menke, Leiter des katholischen Bildungswerkes, werden diese Stadt vorstellen, in der sich viele Kulturen treffen und deren politischer Status nach wie vor umstritten ist.

Am 9. November wird traditionell an die Reichspogromnacht erinnert. Nach der Gedenkfeier an der jüdischen Gedenktafel an der Stadtbücherei wird ab 17 Uhr im Studio der Bücherei der Film „Hitlerjunge Salomon“ gezeigt. Die Kultur des israelischen Weines – mit Weinprobe – wird am 7. Dezember ab 19 Uhr Thema im Gemeindehaus Maria Königin sein. Alon Sander, jüdischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Siegen, wird referieren. Die Teilnahme kostet 8 Euro.

Für das nächste Jahr kündigt Hella Goldbach schon jetzt eine Reise auf jüdischen Spuren nach Budapest an, wo die größte Synagoge Europas steht.

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