Drei Jahre Sprachförderung im Kindergarten Wunderkiste

    • aHR0cDovL3d3dy5jb21lLW9uLmRlL2xva2FsZXMvd2VyZG9obC9kcmVpLWphaHJlLXNwcmFjaGZvZXJkZXJ1bmcta2luZGVyZ2FydGVuLXd1bmRlcmtpc3RlLTI0NzkwMzIuaHRtbA==2479032Kita Wunderkiste: „Essen“ ist kein Satz0true
    • 29.08.12
    • Werdohl
    • Drucken

Kita Wunderkiste: „Essen“ ist kein Satz

    • recommendbutton_count100
    • 0

WERDOHL ▪ Die städtische Kindertagesstätte Wunderkiste in Ütterlingsen wird durch das Bundesprojekt „Frühe Chancen“ finanziell gefördert. Ziel dieses Projektes ist die intensive Sprachförderung der jüngsten Kinder.

Claudia Nitschke ist im Kindergarten Wunderkiste als Fachkraft zur Sprachförderung beschäftigt. Hier übt sie mit den Kindern die Aussprache einfacher Worte, dazu wird zu den Silben geklatscht, um das Gefühl für den Sprechrhythmus zu verbessern.

Claudia Nitschke ist im Kindergarten Wunderkiste als Fachkraft zur Sprachförderung beschäftigt. Hier übt sie mit den Kindern die Aussprache einfacher Worte, dazu wird zu den Silben geklatscht, um das Gefühl für den Sprechrhythmus zu verbessern.

Die Erzieherin Claudia Nitschke ist auf die entsprechende Fachkraftstelle im Kindergarten gewechselt und stellt jetzt einen Flyer vor, mit dem sie die Elternhäuser der Kinder erreichen möchte.

„Liebe Eltern, nehmen Sie sich einen Moment Zeit – jetzt, Ihrem Kind zuliebe“. Eindringlich wendet sich Nitschke an Zuwanderer und Einheimische gleichermaßen. Der Sprachentwicklungsstand der Kinder sei unabhängig von der Nationalität oder der sozialen Herkunft, so Nitschke. Sie ist schon lange in der Wunderkiste beschäftigt und hat sich aus Mitteln des Projektes „Frühe Chancen“ weiterbilden können. Seit Oktober vergangenen Jahres ist sie von ihrer Erzieherinnen-Stelle auf die Stelle der Sprachförderkraft gewechselt. Ihre Arbeitszeit wird jetzt aus Bundesmitteln finanziert, sie ist zusätzlich. Die Förderzusage für „Frühe Chancen“ gilt bis 2014.

Das Bundesministerium für Familien und das deutsche Jugendinstitut unterstützen das Projekt mit Personalfortbildungen, Informationsmaterial und Geld. 400 Schwerpunkt-Kitas in Deutschland, darunter die Wunderkiste in Ütterlingsen, erhalten über drei Jahre eine Förderung von 400 Millionen Euro.

Die Wunderkiste hat zudem eigene Konzepte entwickelt, um Kinder mit Deutsch als Muttersprache ebenso wie zweisprachig aufwachsende Kinder gezielt sprachlich zu fördern. Ein Schwerpunkt ist die Elternarbeit. Es habe sich gezeigt, so Nitschke, dass viele Eltern dankbar für Anregungen und Informationen sind, durch die sie die Zukunftschancen ihrer Kinder verbessern können.

Neben Eltern-Kind-Sprachfördernachmittagen hat das Kita-Team um Leiterin Sandra Koch einen Flyer „Frühe Chancen“ erarbeitet, der allgemein über das Projekt informiert und grundlegende Hinweise für die Sprachförderung im Alltag gibt.

Die ersten Lebensjahre sind entscheidend

Die ersten Lebensjahre sind ganz entscheidend für die sprachliche Entwicklung und die Beherrschung der deutschen Sprache. Deshalb richtet sich die kleine Infobroschüre besonders an die Eltern der ganz jungen Kinder. Er soll jetzt auch in die Begrüßungstaschen für die Eltern Neugeborener beigelegt werden, die an die Eltern aus dem Einzugsgebiet der Wunderkiste ausgegeben werden.

Claudia Nitschke erklärt in dem leicht verständlichen Flyer, wie Eltern ihre Kinder zum Sprechen ermutigen und es fördern können. Sie empfiehlt ganz klar, täglich eine Stunde Deutsch mit dem Kind zu sprechen. In zweisprachigen Familien sollen die Muttersprache und die deutsche Sprache nicht miteinander vermischt werden, die Sprachen sollen genau abgegrenzt werden. Zu Hause sollte die Muttersprache gesprochen, außerhalb der Wohnung aber ausschließlich Deutsch.

Wichtig seien auch elementare Dinge wie das Kind regelmäßig und pünktlich in de Kindergarten zu bringen, damit es Kontakte zu anderen Kindern bekommen kann. Die Zweisamkeit von Eltern und Kindern sollte genutzt werden, um mit den Kindern Bilderbücher anzuschauen, Lieder zu singen, Reime zu sprechen und einfache Fingerspiele zu nutzen.

Kinder sollten ihre Gefühle und Wünsche genau ausdrücken können. „Essen“ ist kein Satz. Das Kind sollte sagen können, dass es Hunger hat und gerne etwas essen möchte.

Von Volker Heyn

zurück zur Übersicht: Werdohl

Regeln fürs Kommentieren:
Um einen Kommentar abzugeben, müssen Sie sich registrieren. Warum, das erklären wir hier.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.

Kommentare

Kommentar verfassen

Letzter Kommentar zum Thema

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

Karte come-onMendenIserlohnHemerBalveNachrodt-WiblingswerdeAltenaWerdohlNeuenradeSchalksmuehleLuedenscheidHerscheidPlettenbergHalverKierspeMeinerzhagen

zurück

  • Verkehrsunfall in Werdohl auf der B236

  • Stadtteilfest in Ütterlingsen

    Buntes Stadtteilfest in Werdohl Ütterlingsen mit riesiger aufblasbarer Kletterwand
  • "Lenne lebt" und "Woge kulinarisch"

vor

weitere Fotostrecken:

Facebook 'Like Box' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

http://www.facebook.com/suederlaender.volksfreund300truefalsefalse

Polizeimeldungen

Märkischer Kreis

    Mehr...

    Werdohl: Beliebteste Artikel

    • Heute
    • Letzte 7 Tage
    • Meist kommentiert
    • Themen

    Gegen Brückengeländer geprallt: 20-Jährige schwer verletzt

    Werdohl - Zu einem heftigen Verkehrsunfall kam es am Sonntagmorgen gegen 6.45 Uhr auf der Ütterlingser Straße zwischen dem Viadukt und Höllmecke, bei dem sich eine junge Frau schwere Kopfverletzungen zuzog.Mehr...

    Gegen Brückengeländer geprallt: 20-Jährige schwer verletzt

    Werdohl - Zu einem heftigen Verkehrsunfall kam es am Sonntagmorgen gegen 6.45 Uhr auf der Ütterlingser Straße zwischen dem Viadukt und Höllmecke, bei dem sich eine junge Frau schwere Kopfverletzungen zuzog.Mehr...

    Kornmann verlangt Ersatzleistung

    WERDOHL - Mühevoll und mit einigen Verständnisschwierigkeiten hatten sich die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung (UsteA) Montagabend im Großen und Ganzen über die Entwurfsplanung für den Brüninghaus-Platz geeinigt, da setzte Kurt Kornmann einen ziemlichen Paukenschlag in die Runde.Mehr...

    Artikel lizenziert durch © come-on
    Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.come-on.de

    Neues Passwort zusenden

    Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

    Bitte warten

    Es wird etwas gemacht.

    • recommendbutton_count100
    Schließen

    Druckvorschau

    Artikel:

    Schließen

    Artikel Empfehlen

    Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

    Fehleranzeige ausblenden

    Es sind Fehler aufgetreten!

    • Fehlertext

    Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

    Fehleranzeige ausblenden

    Schwere Fehler sind aufgetreten!

    • Fehlertext

    Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

    • Fehlertext

    Achtung!

    • Fehlertext

    Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.