Besonderes Betriebsjubiläum von Heinz-Dieter Litteck

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    • 10.08.11
    • Neuenrade
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50 Jahre bei Firma Büsche

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NEUENRADE ▪ Wer Heinz-Dieter Litteck die Hand schüttelt, der wird schnell gewahr, dass dieser Mann sein Geld mit seiner Hände Arbeit verdient hat. Es sind starke Hände, hart und schwielig. Litteck ist Schleifer und Polierer, hat 50 Jahre lang in diesem Beruf bei der Firma Büsche gearbeitet. Er geht nun auch in Rente.

Heinz-Dieter Litteck (Mitte).

Heinz-Dieter Litteck (Mitte).

Die 50 Jahre Betriebszugehörigkeit (9. August) wurden von der Geschäftsführung der Firma Büsche nun besonders gefeiert. Es gab Schnittchen, eine Urkunde und viele Gäste, die Weggefährten von Litteck waren und sind. Man gestaltete sein Jubiläum würdig und mit Anstand.

Litteck kam mit 15 aus dem Ruhrpott hierher. Es fehlten junge Arbeiter und Lehrlinge im Sauerland. Und unter anderem der legendäre Büsche-Geschäftsführer Harro Schumann (zusätzlich beim Arbeitgeberverband engagiert) holte die dringend benötigten Arbeitskräfte aus ganz Deutschland. Die angeworbenen jungen Leute kamen in Lehrlingsheimen unter. Auch auf Neuenrader Stadtgebiet, in Berentrop, stand ein Lehrlingsheim, wo „80 bis 90 Jungs“ wohnten, erinnert sich Litteck.

Er kann sich noch gut an sein Einstellungsgespräch 1961 erinnern. Es war kurz. „Was willst Du denn hier? fragte ihn der Meister. Als der 15-jährige Junge dann nach Arbeit fragte, wurde er eingestellt. Sein Stundenlohn betrug anfangs 1,42 Mark, ein Liter Benzin kostete 58 Pfennig. Das ist nun 50 Jahre her.

Dass er so lange geblieben ist, das schiebt Litteck auf das „gute Betriebsklima“. „Die Fluktuation bei Büsche ist gering“, erzählt auch Geschäftsführer Friedrich Harr, der zusammen mit Fernando Sanchez das Unternehmen leitet. Litteck ist in Neuenrade heimisch geworden. Er heiratete, wurde Vater und lebt in der Nähe der Firma. Er kann zu Fuß zur Arbeit gehen.

Schleifer und Polierer sitzen vor einer rotierenden Schleif- oder Polierscheibe, bearbeiten so Metallobjekte. Poren und Unebenheiten werden weggeschliffen, anschließend werden die Teile mit Hilfe einer rotierenden Stoffscheibe und Paste auf Hochglanz poliert. Dazu gehört handwerkliches Geschick und Ausdauer. Inzwischen kommen in der Branche Schleifroboter und Polierautomaten zum Einsatz. Aber Kleinserien und speziell geformte Metallobjekte müssen nach wie vor per Hand bearbeitet werden. Fachkräfte wie Litteck werden daher gesucht. Zwei junge Leute wurden bei Büsche dafür eingestellt, Litteck bringt ihnen alles bei, was er weiß. Und wird auch nach seiner Verrentung vorbeischauen und hier und da helfen.

Die Firma Büsche besteht seit 1872 und zählt zu den führenden internationalen Herstellern von Vorhanggarnituren und Artikeln für die Innendekoration. Hochwertige Qualität zu liefern ist eines der Erfolgsfaktoren des Unternehmens. 53 Mitarbeiter arbeiten bei Büsche. ▪ Peter von der Beck

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