Internationales Treffen der Vespa-Freunde lockt Zweiradfans zu Pfingsten an. Hidden Power Scooter Club feiert drei Tage lang

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    • 26.05.10
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Vespa: Wenn der Ruf der großen Freiheit lockt

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RÖNSAHL ▪ „Wenn die große Freiheit lockt oder zumindest der Hauch von wenigstens ein paar Tagen ungezwungenen Lagerlebens in uriger Umgebung und im Kreise Gleichgesinnter, dann gibt es für die große Familie der Vespa-Freunde kein Halten mehr.“

Nahezu jedes Zweirad der Kultmarke Vespa weiß ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen. Auch Alex aus Marl und seine orangefarbene Vespa-Rally sind seit langem unzertrennlich. ▪

© Crummenerl

Nahezu jedes Zweirad der Kultmarke Vespa weiß ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen. Auch Alex aus Marl und seine orangefarbene Vespa-Rally sind seit langem unzertrennlich. ▪

Die Sonnenbrille tief ins Gesicht gezogen, die Tasse Kaffee in der Hand und die obligatorische Zigarette auf dem Zahn, ist „Randy Andy“, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Andreas Arnold heißt, mit sich und der Welt sichtlich zufrieden.

Randy Andy ist Mitglied im Team des Hidden Power Scooter Clubs aus Hagen, Sektion Sauerland, der das nun schon zum vierten Mal auf Gut Haarbecke zu Pfingsten angesagte große Deutschlandtreffen der Vespa-Fahrer organisiert hat. Mit überwältigendem Erfolg, wie sich schon am Freitagnachmittag vergangener Woche zeigte. Aus praktisch allen Teilen des Landes rollten sie – natürlich, so will das der Ehrenkodex, auf der eigenen Achse – durchs Dorf in Richtung Haarbecke. Die stolzen Besitzer mit ihren Zweirädern der legendären Rollermarke „Vespa“, deren seit Jahrzehnten in der italienischen Zweiradschmiede des Herstellers „Piaggio“ gebauten Modelle zum Teil inzwischen längst Kultstatus besitzen.

Das sprichwörtliche „Kaiserwetter“ mit Sonnenschein pur und vor allem auch angenehmen und fast schon frühsommerlichen Temperaturen hatte diesmal rund 600 Vespafreunde, darunter auch etliche aus dem europäischen Ausland, zum großen Treffen gelockt. Dass das mit dem jetzt 20-jährigen Bestehen des Scooter-Clubs Hagen zusammenfiel, war indes nicht mehr als eine willkommene Begleiterscheinung, wie das „Randy Andy“ durchklingen ließ.

Vielmehr standen auch diesmal das Fachsimpeln im Kreis Gleichgesinnter und natürlich jede Menge an Spaß und kurzweiliger Unterhaltungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Gemeinsame Ausfahrten und Geschicklichkeitstouren, Trails und kleine Rallyes, eine Tombola, ansehnliche Pokale für beispielweise die schönsten Roller, die besten Racer, den bestrestaurierten Oldie und natürlich eine rauschende Wochenendparty ließen die Vespa-Freunde auf ihre Kosten kommen.

„Wer einmal vom Vespa- Virus befallen ist, der kommt davon nicht mehr los.“ So weiß das beispielsweise Thilo aus Krefeld zu berichten. Der Fan hat sein Hobby zum Beruf gemacht, oder andersherum gesagt, seinen Beruf zum Hobby. Der Inhaber eines Zweiradgeschäftes investiert einen großen Teil seiner Freizeit in die Pflege seiner Vespa-Modelle. Er ist seit 1986 aktiv als Sammler und dabei besonders stolz auf seine „Hoffmann von 1951“, den absoluten Oldie in seiner Sammlung, die unter anderem auch eine „GS3“ von 1960, die flotte „Sprint“ von 1977 und einen „Alltagsroller“ von 1983 umfasst. Prunkstück und Gebrauchsmodell gleichermaßen ist allerdings die knallgelbe „Rally 200“ aus dem Jahr 1975 mit Beiwagen und ihrem 12 Pferdestärken starken Zweitaktmotor, mit der er auch nach Rönsahl gekommen ist.

Wie nahezu jede der auf dem weitläufigen Areal in der Haarbecke vorhandenen Modelle, hat auch diese Maschine ihre eigene Geschichte. Zunächst lange Jahre als Soloroller gefahren, wurde sie vor sieben Jahren durch den Anbau eines Beiwagens, der günstig erworben werden konnte, zu einem Gefährt umgebaut, das seinen Besitzer nun überall hinträgt, wo der hin möchte.

So tuckerte man im Vorjahr mühelos den Großglockner hinauf und hat als Beiwagengefährt mittlerweile bereits stolze 25 000 Kilometer auf dem Buckel. „Wenn es ihm in den Sinn kommt, dann macht der auch durchaus mal was ganz Verrücktes. So nahm er einmal nach Feierabend im Geschäft die 650 Kilometer lange Strecke bis nach Landshut unter die Reifen und brauchte dafür elf Stunden“, weiß die Nachbarin vom Stellplatz nebenan zu berichten.

So wie Thilo wissen nahezu alle Vespafreunde hier von der eigenen Vita ihrer Maschine zu erzählen. Alex aus Marl beispielweise würde seine im Orange-Originalfarbton aus dem Baujahr 69 stammende „Rally“ um nichts in der Welt mehr hergeben. Die hatte 20 Jahre lang irgendwo in einer Scheune geschlummert, bevor sie in seinem Besitz kam und vom Scheitel bis zur Sohle mit Originalteilen restauriert und seitdem wieder genutzt wurde. Beim Fachsimpeln vergeht die Zeit wie im Flug. Pfingstsonntagmittag ging es dann wieder an auf die Heimfahrt. ▪ cr

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Kommentare

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alex26.05.2010, 18:05
(0)(0)

...mmmh.
lieber artikelschreiber,
alex ist aus marl, aber eine sie und fährt die weisse lambretta
rechts im bild :)
der junge mann in der mitte fährt die vespa, aber heisst nicht alex
und kommt auch nicht aus marl!
lg - die alex

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