„Sehr gut“ fürs Seniorenzentrum

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    • 29.04.13
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„Sehr gut“ fürs Seniorenzentrum

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KIERSPE ▪ „Wir konnten zwar nicht feststellen, dass uns die Benotung des vergangenen Jahres geschadet hat, weil die meisten Menschen doch aufgrund ihres eigenen Eindruckes und nach Gesprächen mit Bekannten die Entscheidung für ein Seniorenzentrum treffen. Aber natürlich wurden wir von vielen Besuchern angesprochen“, erklärt Kristin Aubert, Leiterin des Awo-Seniorenzerums.

Freute sich sehr über die gute Note der MDK: Kristin Aubert. ▪

© Becker

Freute sich sehr über die gute Note der MDK: Kristin Aubert. ▪

Im vergangenen Jahr war ihr Haus vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen mit einer 2,2 benotet worden und lag damit deutlich über dem Landesschnitt, der mit 1,2 angegeben wurde. In diesem Jahr sieht das Ergebnis ganz anders aus. Denn bei der erneuten Bewertung bekam die Einrichtung eine 1,3.

„Ich wurde immer wieder gefragt, ob wir denn nicht eine Wiederholungsprüfung beantragen wollten. Ich habe das immer verneint, da wir Zeit benötigen, um unsere Pflegeplanungen in den Griff zu bekommen. Denn die Note im vergangenen Jahr lag nicht an der praktischen Pflege und der sozialen Betreuung, sondern daran, dass die Dokumentation nicht ausreichend war“, so Aubert bei einer kleinen Feierstunde, an der neben Mitarbeitern auch ehrenamtliche Helfer und Bewohner, die sich im Beirat engagieren, teilnahmen.

Besonders erfreut zeigte sich die Leiterin von den deutlichen Verbesserungen der MDK-Noten in den Bereichen Pflege und Umgang mit demenzkranken Menschen. Bei letztgenanntem Punkt gab es eine Verbesserung von 2,1 auf 1,4; bei der Pflege konnte sich das Awo-Heim sogar von 3,2 auf 1,4 verbessern. Aubert: „Außerdem wurde unseren Mitarbeitern ein sensibler Umgang mit den Bewohnern bescheinigt.“

Im gleichen Zeitraum, in dem die MDK-Überprüfung stattfand, prüfte auch der Tüv Nord das Qualitätsmanagement der Einrichtung und verlängerte das Zertifikat um drei Jahre. „Aus diesen beiden Bewertungen kann man das Fazit ziehen, dass es sich bei unserem Heim um eine Einrichtung handelt, in der Pflege und Kuzzeitpflege unter hohen Qualitätsansprüchen durchgeführt werden. Dazu benötigen wir Profis und ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“, so Aubert. Und an die „Profis“ gewandt: „Sie haben sich im vergangenen Jahr nicht verunsichern lassen, sondern professionell und mit viel Liebe zum Beruf in allen Bereichen für die uns anvertrauten, pflegebedürftigen Menschen gearbeitet. Und wir haben es gemeinsam geschafft. Darauf können wir stolz sein. Jeder war und ist wichtig an seinem Arbeitsplatz. Das Awo-Seniorenzentrum ist gut gerüstet und aufgestellt, um mit seinen 31 Jahren auch weiter ein Garant für professionelle und liebevolle Pflege für ältere und alte Senioren am Markt bestehen zu können. Wir reagieren unbürokratisch, wenn Hilfe benötigt wird. Spontane Einzüge am Abend und an den Wochenenden sind bei uns selbstverständlich.“

Aubert nutzte die kleine Feierstunde aber auch, um auf die veielen Aktivitäten des Hauses für die Bewohner hinzuweisen. Diese Konzerte, Veranstaltungen und Feste haben sich auch in den Noten den MDK ausgedrückt. Gab es doch unter „Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung“ eine glatte Eins.

Von den Bewohnern selbst wurde das Haus im Rahmen einer Befragung durch den MDK mit der Note 1,2 bewertet und damit noch besser als vom MDK selbst.

Ähnlich gut schneidet auch die Seniorenresidenz in der Bewertung durch die eigenen Bewohner ab. In der Note des MDK wiederholte sich bei der bislang letzten Prüfung im November des vergangenen Jahres allerdings das nicht so gute Bild des Vorjahres. So wurde die Residenz 2011 mit einer 2,1 bewertet, bei der Prüfung vor fünf Monaten war es gar nur eine 2,3.

Zu verantworten hat diese nicht so gute Note allerdings noch der damalige Leiter der Einrichtung, der aber bereits seit Monaten nicht mehr im Haus beschäftigt ist. Seine Nachfolgerin Sabine Troschinski kann im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung dann auch nur sagen, dass die schlechten Noten in erster Linie auf Problemen in der Dokumentation beruhen würden. „Daran arbeiten wir derzeit intensiv und sind mehr als zuversichtlich, bei der nächsten Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen ein ganz anderes Ergebnis zu erzielen“, so Troschinski abschließend. ▪ Johannes Becker

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