Falsche oder irreführende Beschilderung führt LKW-Fahrer in Altena auf Abwege

    • aHR0cDovL3d3dy5jb21lLW9uLmRlL2xva2FsZXMvYWx0ZW5hL2ZhbHNjaGUtb2Rlci1pcnJlZnVlaHJlbmRlLWJlc2NoaWxkZXJ1bmctZnVlaHJ0LWxrdy1mYWhyZXItYWx0ZW5hLWFid2VnZS0yNjc0OTQ5Lmh0bWw=2674949LKW in Not: Es sind nicht immer die Fahrer0true
    • 21.12.12
    • Altena
    • 11
    • Drucken

LKW in Not: Es sind nicht immer die Fahrer

    • recommendbutton_count100
    • 8

ALTENA ▪ Gleich zweimal mussten in dieser Woche LKW aus prekären Situationen geborgen werden. Einer steckte auf der engen Böcke in Evingsen fest, der andere an der Südstraße. Solche Fälle kommen in der Burgstadt öfter vor als in anderen Städten - und daran sind nicht immer die Topografie oder die Lastwagenfahrer schuld. Es liegt oft auch an den Schildern.

Die Beschilderung am Anfang des Brachtenbeck Wegs ist eigentlich vorbildlich – wenn da nicht die völlig falsche Kilometerangabe wäre. ▪

© Bender

Die Beschilderung am Anfang des Brachtenbeck Wegs ist eigentlich vorbildlich – wenn da nicht die völlig falsche Kilometerangabe wäre.

Ein krasses Beispiel dafür ist das Mühlendorf: Verirrt sich ein Sattelschlepper oder ein LKW mit Anhänger in eines der kleinen Sträßchen zwischen Friedhofstraße und Iserlohner Berg, dann gibt es nur noch einen Ausweg: Den im Rückwärtsgang. Versuche, irgendwo zu wenden, scheiterten in der Vergangenheit stets mehr oder weniger spektakulär. Selbst Bergeaktionen per Autokran waren schon fällig - zum Beispiel im Jahr 2008, als der Fahrer eines Sattelschleppers sich verirrte und versuchte, von der Iserlohner- auf die Blumenstraße abzubiegen.

Trotzdem weigert sich die Stadtverwaltung nach wie vor beharrlich, per Beschilderung für mehr Klarheit zu sorgen. Dann, so argumentierte sie in der Vergangenheit, könnten die Anwohner des Stadtteils ja nicht mehr mit LKW beliefert werden.

Dass auch das schönste Schild nichts nützt, wenn es gedankenlos aufgestellt wurde, zeigt sich an gleich zwei Stellen in Evingsen. An der Ecke Springer Straße/Ihmerter Straße weist nichts darauf hin, dass es für Lastwagen irgendwann nicht mehr weitergeht. Sie dürfen in den Springen abbiegen und stehen dort dann nach einigen hundert Metern vor einem Schild, das ihnen die Weiterfahrt über die steile Wulferschlaa verbietet. Nur: Wenden können zumindest größere LKW an dieser Stelle nicht mehr.

Dort, wo früher „Tante Lenchen“ ihren Laden hatte, kommt es Auf der Böcke immer wieder zu Problemen mit LKW, die nicht mehr weiterkommen - selbst für manchen 7,5 Tonner ist da schon Schluss. Wer von unten kommt, hat klar gepennt: In Höhe der Firma AT wire ist die Beschilderung eindeutig. Von oben zwar auch, aber nur eigentlich: Bis zur Kirche darf jeder 40 Tonner fahren, wenn er denn aus Richtung Waldmann kommt. Dann erst kommt das Schild an einer Stelle, von der es für größere Lastwagen kein Entrinnen mehr gibt.

Auch der Holländer, der sich in dieser Woche an der Südstraße festfuhr, dürfte das Opfer einer eindeutig zweideutigen Beschilderung geworden sein. Er wollte zur Firma Klincke - Adresse: Südstraße, Altena. LKW-Fahrer, die auf der Rahmedestraße aus Richtung Lüdenscheid anreisen, finden am Firmengebäude ein Hinweisschild mit vielen Pfeilen, die alle nach rechts und damit in Richtung Südstraße weisen. Dass das alles gar nicht so gemeint ist und dass die meisten Pfeile sich auf Firmenzufahrten beziehen, die an ganz anderen Stellen liegen, erschließt sich Ortsfremden ganz sicher erst auf den vierten Blick. Wenn sie den nicht riskieren, sondern gleich rechts abbiegen, dann machen die Fahrer auch größerer Lastwagen zunächst nichts falsch: An der Ecke Südstraße/Rahmedestraße steht kein Verbotsschild für LKW. Das böse Erwachen folgt dann, wenn hinter der nächsten Ecke die Südstraße allenfalls noch vier Meter breit und Einbahnstraße ist.

Ein weiteres schönes Beispiel dafür, dass die LKW den Weg weisende oder auch nicht weisende Beschilderung in Altena das ein oder andere Mal etwas lax ist, findet sich am Anfang der Brachtenbeck. Dort steht das, was am Springen fehlt - ein Schild „Durchfahrt für LKW verboten“ mit dem Zusatz „nach vier Kilometern“. Nach vier Kilometern hätte der Lastzug allerdings schon Oevenscheid erreicht. Tatsächlich beginnt die Sperrung schon nach zwei Kilometern. Zum Glück steht das endgültige Sperrschild dort so, dass selbst ein Sattelschlepper umdrehen kann. ▪ Thomas Bender

zurück zur Übersicht: Altena

Regeln fürs Kommentieren:
Um einen Kommentar abzugeben, müssen Sie sich registrieren. Warum, das erklären wir hier.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
Ichwelcher23.12.2012, 11:02
(2)(0)

Navi an, Gehirn aus !!!!

Zukunft23.12.2012, 01:15Antwort
(0)(0)

Wir verlassen uns gerne auf die Technik, aber die reicht leider nicht aus. Letzthin fuhr ich in einen Strassentunnel und darüber lief der Eisenbahntunnel und plötzlich schrie die Dame: "Achtung, sie fahren auf die Gleise" - weil anscheinend ein Satellit fehlte. Ich wusste, dass alles ok was, habe mich aber fürchterlich erschrocken.

Daniel22.12.2012, 22:33
(2)(0)

Da hab ich auch ein schönes Beispiel:

Ausstattung: LKW Navi mit aktuellsten Karten.
Ziel: Saarstahl AG Tor 1
Rathausstraße (ohne Hausnummer)

Bis zur Autobahnabfahrt lief alles glatt.
Schon am ersten Kreisverkehr das erste Problem: Torhaus 1 rechts Navi Links. Also der Beschilderung folgen...
7x abbiegen später lande ich wirklich in der Rathausstr. ( Das Navi hätte mich 200m früher draufgeleitet)

300m weiter endet die Beschilderung Richtung Torhaus 1 an einer nur 3,8m niedrigen Brücke... Endstation Planungsfehler ...

Jetzt kann sich jeder aussuchen wer der Schuldige ist.

P.S. Dank Fingerspitzengefühl und freundlichem Passanten bin ich trotzdem ohne Schramme durch die Unterführung gekommen

Alle Kommentare anzeigen

Letzter Kommentar zum Thema

Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

Karte come-onMendenIserlohnHemerBalveNachrodt-WiblingswerdeAltenaWerdohlNeuenradeSchalksmuehleLuedenscheidHerscheidPlettenbergHalverKierspeMeinerzhagen

Zur Altena-Webcam

Werfen Sie einen Live-Blick auf die Lennepromenade. Klicken Sie sich hier zur Webcam!

Polizeimeldungen

Märkischer Kreis

    Mehr...

    zurück

    • Weiberfastnacht in Altena

      Frauen feiern in der Burg Holtzbrinck, im Café Ko und bei den CDU-Frauen
    • Kinderkarneval im Haus Lennestein

      Kinderkarneval im Haus Lennestein
    • Milchviehbetrieb der Familie Geßler in Kleinendrescheid

    vor

    weitere Fotostrecken:

    Facebook 'Like Box' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

    http://www.facebook.com/altenaer.kreisblatt300truefalsefalse

    Altena: Beliebteste Artikel

    • Heute
    • Letzte 7 Tage
    • Meist kommentiert
    • Themen
    Mathias Lim überwacht den Einbau der Medientechnik. Er hat das Konzept gemeinsam mit dem Architekten Klaus Hollenbeck entwickelt und umgesetzt. Kleines Bild: In einer Woche werden die Leuchtdioden am Drehkreuz grün.

    In einer Woche soll der Burgaufzug fertig sein

    Altena - Auf der Aufzugs-Baustelle beginnt mit dem Einbau der Medientechnik der Endspurt: Mitarbeiter der Kölner Firma 235 Media installieren seit Mittwoch Beamer und andere Geräte, mit denen die Aufzugsbesucher ab nächsten Samstag multimedial belustigt werden.Mehr...

    Der Meister und eines seiner Werke: Klaus Storch war am Sonntag in den Räumen der Stadtgalerie damit beschäftigt, die Ausstellung „making of“ vorzubereiten. -  Foto: Loewen

    Der besondere Blick

    Altena -  Mit außergewöhlichen Fotografien, Bauplänen und Modellen wird ein einzigartige Bauprojekt in der Stadtgalerie Altena dokumentiert. Am Mittwoch wird die Austellung von Klaus Storch – „making of“ Erlebnisaufzug Burg Altena – eröffnet.Mehr...

    Das Buch zum Erlebnisaufzug musste Klaus Storch am Mittwochabend gleich mehrfach signieren.

    Faszination in Fotografie umgesetzt

    Altena -  Ein „making of“ gibt es normalerweise über große Filme von Hollywood-Format. Aber jetzt auch über jenen spannenden „Film“, der seit Dezember 2012 an der Lennestraße gedreht wird – die Rede ist vom Bau des Erlebnisaufzugs zur Burg Altena.Mehr...

    Artikel lizenziert durch © come-on
    Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.come-on.de

    Neues Passwort zusenden

    Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

    Bitte warten

    Es wird etwas gemacht.

    • recommendbutton_count100
    Schließen

    Druckvorschau

    Artikel:

    Schließen

    Artikel Empfehlen

    Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

    Fehleranzeige ausblenden

    Es sind Fehler aufgetreten!

    • Fehlertext

    Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

    Fehleranzeige ausblenden

    Schwere Fehler sind aufgetreten!

    • Fehlertext

    Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

    • Fehlertext

    Achtung!

    • Fehlertext

    Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.