Zwei neue Kletterfelsen

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Zur Ausrüstung der Freiwilligen gehören neben Werkzeugen vor allem Seile, um sich abzusichern.

Werdohl - Lautes Krachen von Felsen und Steinen, die zu Boden fielen, waren Sonntag ab der Mittagszeit am Lenne-Ufer zu hören. Zehn freiwillige Helferinnen und Helfer des deutschen Alpenvereins hatten sich unter der Leitung von Fritz Blach an die Arbeit gemacht, um zwei neue Kletterfelsen zu erschließen.

Beinahe 80 Stunden harter Arbeit stecke laut dem Kletterwart der Sektion Gummersbach nun schon in diesem Felsen, weitere 100 Stunden sollen noch folgen. Zwei neue Kletterfelsen sollen innerhalb der nächsten sechs bis acht Wochen erschlossen werden, so dass an dem einen sechs und an dem anderen acht neue Routen bestiegen werden können.

„Jeder Felsen und jede Route hat seinen eigenen Charakter“, sagte Blach. Neue Kantenrouten, Verschneidungsrouten und Plattenrouten seinen künftig dabei. Doch bevor Zwischenhaken und Umlenkpunkte in den Felsen befestigt werden können, muss erst einmal das lose Gestein entfernt werden. Am Fuße des Felsens wird etwas von dem Dornengestrüpp entfernt. Jedoch solle die Natur erhalten bleiben und nicht zerstört werden, daher lasse man die meisten Pflanzen auch stehen. Das Indoor- und Outdoorklettern ist laut Blach stark im Kommen, und viele Kletterfreunde freuen sich immer wieder über neue Herausforderungen.

Bevor die Experten des Deutschen Alpenvereins neue Haken befestigen können, müssen sie erst einmal loses Gestein entfernen.

Da die engagierten Helfer auf gutes Wetter angewiesen sind, legten sie sich am Sonntag am Lenne-Ufer mächtig ins Zeug. Bis zumNachmittag war schon einiges an losem Gestein heruntergefallen und auch eine sporadische, aus Steinen angelegte Treppe war zu erkennen. Die Arbeiten mussten teilweise in schwindelerregender Höhe bewältigt werden – natürlich nicht ohne die notwendigen Absicherungen. Mit Seilen, Werkzeugen und anderer Kletterausrüstung arbeiteten Blach und seine Helfer noch bis in den Nachmittag hinein an den Felsen.

Kletterfreunde aus Duisburg, die an den Nachbarfelsen kraxelten, kamen interessiert zum Zuschauen und freuen sich jetzt schon auf die fertige Erschließung, um auch dort ihrem Hobby nachgehen zu können.

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