Zuwanderer legen die sprachliche Basis fürs Leben

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Aus 15 verschiedenen Nationen kamen die Absolventen des Deutschkurses.

Werdohl - Sie kommen aus Jordanien und Russland, aus Sri Lanka und Eritrea, aus Kasachstan, Südafrika, Mazedonien und noch acht anderen Ländern. Gemeinsam haben sie jetzt bei der Volkshochschule nachgewiesen, dass sie die deutsche Sprache selbstständig anwenden können.

Am Freitag haben die Männer und Frauen im Alter zwischen Anfang 20 und Anfang 70 nach bestandener Prüfung ihre Zeugnisse erhalten. Zuvor hatten sie unter Beweis gestellt, dass sie in der Lage sind, die deutsche Sprache nicht nur zu verstehen, sondern auch zu sprechen, zu lesen und zu schreiben.

Viele von ihnen hatten an einem 600 Unterrichtsstunden umfassenden Deutschkursus der VHS teilgenommen und auch einen 60-stündigen Orientierungskursus absolviert, in denen ihnen Kenntnisse über Politik und Kultur der deutschen Gesellschaft vermittelt worden sind. Zweimal wöchentlich hatten sie dafür seit Jahresbeginn die Schulbank gedrückt. Sowohl Sprach- als auch Orientierungskursus mussten die Absolventen mit einer Prüfung abschließen. Beide Tests gehören zu den Grundvoraussetzungen für eine spätere mögliche Einbürgerung. Doch auch im Arbeitsleben werden die erworbenen Kenntnisse den Männern und Frauen wesentlich weiterhelfen.

Mit dem Deutschkursus haben die Zuwanderer nun zwar eine gute sprachliche Basis für das Leben in Deutschland erworben. Die Sprachkenntnisse gelte es aber nun auszubauen, sagte VHS-Leiterin Barbara Funke, die den Absolventen zusammen mit VHS-Mitarbeiterin Victoria Loewen ihre Zertifikate und eine Rose überreichte. „Lesen kann dabei sehr helfen“, sagte Funke, empfahl den Zuwanderern aber auch Nachrichtensendungen im Fernsehen. Nachrichtensprecher seien im Allgemeinen sehr gut zu verstehen.

Zu den Teilnehmern zählte auch William Cheney aus Nachrodt-Wiblingwerde. Der gebürtige Südafrikaner war mit 71 Jahren der älteste Absolvent. Auf Drängen seiner deutschen Ehefrau habe er das Land am Kap der Guten Hoffnung verlassen, um den Lebensabend in Deutschland zu verbringen, erzählte er in relativ flüssigem Deutsch. Klar, dass er deshalb auch seine bisher nur spärlich vorhandenen Deutschkenntnisse ausbauen musste.

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