Turmuhr in neuem Glanz

Rund 18 Stunden brauchten Malermeister Alexander Wolf (Foto) und Kevin Maus vom Werdohler Malerbetrieb Maus, um der Turmuhr zu ihrem neuen Glanz zu verhelfen

Werdohl - Die Turmuhr an der Christuskirche erstrahlt in neuem Glanz: Im Zuge der Reparaturarbeiten an der Gebäudefassade wurde seit Ende vergangener Woche auch das Ziffernblatt instand gesetzt und seine Zeiger, Striche und Zahlen mit 23,75-karätigem Blattgold verziert.

Seit Ende Januar, nachdem ein Stein aus der Fassade gefallen war, laufen an der Kirche Sanierungsarbeiten. Auch die Uhr an der Front des Turms brauchte einen neuen Anstrich. Wind und Wetter hatten am schwarzen Lack und den Goldverzierungen ihre Spuren hinterlassen.

2000 Euro benötigte die Evangelische Kirchengemeinde Werdohl, um die Reparaturen zu finanzieren. Nach einem Spendenaufruf durch Pfarrer Dirk Grzegorek an heimische Firmen und Institutionen konnte die Summe aufgebracht werden.

Wind und Wetter hatten am Ziffernblatt der Turmuhr sichtbar ihre Spuren hinterlassen.

Bereits am Donnerstag rückte der Werdohler Fachbetrieb Maler Maus an, um zunächst die alte Goldschrift abzuschleifen. „Wir haben daraufhin das ganze Ziffernblatt schwarz lackiert und anschließend eine vorgefertigte Schablone in Form einer Übertragungsfolie aufgebracht“, erklärt Kevin Maus.

An den so aufgeklebten Ziffern und Strichen sowie an den Zeigern folgte daraufhin der Feinschliff in Form einer goldenen Verzierung. Der Maler weiter: „Die acht mal acht Millimeter großen Blattgoldplättchen wurden dazu in eine sogenannte Mixtion auf Ölbasis eingelegt und dann mit einem Pinsel aufgetragen. Für die Arbeiten haben wir insgesamt rund 18 Stunden gebraucht.“

Für die kommenden Jahre sollte die Turmuhr ihren Glanz behalten.

Alte Malertechnik kaum noch gefragt

„Die Goldverzierung ist sehr witterungsbeständig. Wir haben gesehen, dass da, wo früher Blattgold aufgetragen wurde, der Lack noch intakt war“, sagt Kevin Maus, dessen Betrieb seit über 40 Jahren diese alte Malertechnik anwendet.

 „Das Verfahren ist heutzutage nicht mehr so gängig, da es kaum noch nachgefragt wird. Das Wissen darüber wurde bei uns vom Opa an die Mitarbeiter weitergegeben. In den Meisterschulen wird so etwas kaum noch gemacht.“

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