Ein weiterer Einsatz am Samstagabend

210 Einsatzkräfte bei Großbrand in Dresel

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An der Tennishalle war am Freitag ein Behandlungsplatz eingerichtet: Etwa 180 Personen wurden hier auf mögliche Beeinträchtigungen durch giftige Dämpe und Rauch untersucht.

Werdohl - Rund 210 Einsatzkräfte waren am Freitag zu Spitzenzeiten in Dresel beim Großbrand einer Entlackungsfirma. Zu den 130 Einsatzkräften der Feuerwehr aus Werdohl, Altena und Neuenrade und den Vertretern verschiedener Behörden kam noch ein 80-köpfiges Team von Sanitätern und Ärzten hinzu.

Sie untersuchten zahlreiche Einsatzkräfte und Mitarbeiter einer benachbarten Firma, nachdem zuvor das seltene Szenario „Massenanfall an Verletzten“ ausgerufen wurde. 

Drei Mitarbeiter der Entlackungsfirma wurden bereits am Vormittag vorsorglich zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht, später kamen noch zwei weitere hinzu sowie vier Einsatzkräfte der Feuerwehr, berichtete Stadtbrandinspektor Manfred Theile am Sonntag auf Nachfrage. Konkrete Angaben zu deren Gesundheitszustand konnte Theile nicht machen, seinen Kollegen gehe es jedoch gut. 

Stadtbrandinspektor Manfred Theie (Mitte), hier im Gespräch mit Rettungskräften, leitete den Großeinsatz in Dresel.

Brandwache ab 22 Uhr

Ab etwa 22 Uhr am Freitag bis 9 Uhr Samstagmorgen stellte der Löschzug Stadtmitte eine Brandwache. Am Samstagnachmittag kam es dann noch einmal zu einem Einsatz. Um 15.16 Uhr wurde Rauchaufstieg im Industriegebiet Dresel gemeldet – ein Balken hatte gekokelt, erläuterte Theile. 

Großbrand im Werdohler Industriegebiet Dresel

Am Abend fand dann das Jahresfest der Werdohler Feuerwehr statt. Die benachbarten Einsatzkräfte waren in Bereitschaft waren, um bei einem möglichen Einsatz zu helfen. Um 19.40 Uhr musste dann tatsächlich die Altenaer Wehr zu einem Hindernis auf der Straße ausrücken. 

Ein weiterer Einsatz

Um 20.56 Uhr kam es zu einem weiteren Einsatz: Das Dach eines Verwaltungsgebäudes, auf das das Feuer am Freitag übergegriffen hatte, geriet erneut in Brand. Bis etwa 22.30 Uhr war die Feuerwehr mit den Löscharbeiten beschäftigt, teilte Manfred Theile mit. Die Nacht verlief ruhig, am Sonntag hingegen wurde die Feuerwehr gegen 9.50 Uhr erneut nach Dresel gerufen. Bis 12.15 Uhr mussten sie einen weiteren Kleinbrand in der Entlackungsfirma löschen.

Infos zu Brandursache und Sachschaden hatte die Feuerwehr am Sonntag nicht. Die Kriminalpolizei werde wohl in dieser Woche mit ihren Ermittlungen beginnen, so Theile. Auch die Ergebnisse der Proben, die das Landesumweltamt am Freitag in Werdohl und Umgebung genommen hatte, werden in etwa einer Woche vorliegen.

Die Sorge einiger Personen, der Brand bei der Entlackungsfirma könne den Lack einiger umliegend geparkter Autos beschädigt haben, teilte der Stadtbrandinspektor nicht. Das Landesumweltamt habe lediglich empfohlen, das Auto durch die Waschstraße zu fahren, da sich ein Schmierfilm gebildet habe könnte. 

Das DRK Werdohl war mit sechs Helfern im Einsatz. Sie betrieben etwa fünf Stunden lang die Verpflegungsausgabe und wurden dabei vom DRK Lüdenscheid unterstützt. Das DRK Halver lieferte später Erbsensuppe.

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