Woge baut drittes NHZ auf der Königsburg

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Woge-Geschäftsführer Ingo Wöste hat gut lachen. Der Gesellschafterversammlung stellte er am Mittwoch einen offensichtlich sehr zufriedenstellenden Jahresbericht vor.

Werdohl - Die Wohnungsgesellschaft Werdohl wird vermutlich noch in diesem Jahr mit dem Neubau des dritten Nachbarschaftshilfezentrums (NHZ) beginnen.

Dazu werden 29 gesellschaftseigene Wohnungen in der Oststraße errichtet. Die neue Einrichtung wird nach dem Modell der beiden bestehenden NHZ in Ütterlingsen und in Pungelscheid gebaut. Noch in diesem Spätsommer werden die sechs, schon länger leer stehenden Häuser Oststraße 25 bis 35 abgerissen. Die Vorschau auf kommende Projekte war allerdings der geringere Teil der Gesellschafterversammlung, die am Mittwoch im Neuenrader Kaisergarten zusammengetreten war. Die Versammlung beschäftigte sich in erster Linie mit den Ergebnissen des zurückliegenden Jahres, Geschäftsführer Wöste legte den Jahresbericht vor.

Die wichtigste Nachricht an die Gesellschafter war, dass die Woge eine Eigenkapitaldeckung von derzeit 44,5 Prozent hat und dieser Anteil in den nächsten Jahren auf bis zu 60 Prozent steigen wird. Damit einher gehe eine weitere Entschuldung der Woge. Alle Sanierungen können aus eigenen Mitteln vorgenommen werden, die Woge steht finanziell so gut dar, dass keinerlei Kredite aufgenommen werden müssen. Das bilanzielle Eigenkapital lag zum Jahresende 2014 bei 14,78 Millionen Euro. Geschäftsführer Wöste arbeitet für die Woge mit deutlichem Gewinn: In den vergangenen sieben Jahren lag der Jahresüberschuss im Schnitt bei 570 000 Euro. Im Jahr 2014 lag er bei 619 000 Euro.

Cashflow beträg 1,7 Millionen Euro

Wöste: „Wir lassen alles Geld in der Gesellschaft, es fließt nichts ab.“ Der Cashflow betrug 1,7 Millionen Euro. Wöste gestern in einem Pressegespräch: „Wir haben aus dem Cashflow alle Sanierungsmaßnahmen vorgenommen.“ Von den 619 000 Euro fließen 597 000 Euro in die Rücklage, lediglich 21 450 Euro werden als Bardividende ausbezahlt.

Die durchschnittliche Miete ist von zuletzt 4,13 Euro auf 4,20 Euro angestiegen. Moderinsierungen wirken sich mietsteigernd aus. Aufgeschlagen wird aber nur bei großen Projekten. Die Häuser an der Breslauer Straße 40 bis 46 wurden durch verschiedene Maßnahmen aufgewertet, was sich hier nicht auf die Mieten auswirkte.

Zum Jahresende 2014 besaß die Woge 1430 eigene Mietwohnungen, das sind 16 weniger als vor einem Jahr. Häuser an der Berliner Straße in Ütterlingsen wurden abgerissen Die Gesellschaft kann über 83 Prozent der Wohnungen frei verfügen, 17 Prozent (237 Wohnungen) gehören noch zu den öffentlich geförderten Mietwohnungen.

Leerstandsquote wird wieder sinken

6,8 Millionen Euro Umsatzerlöse erzielte die Gesellschaft, die Erlösschmälerung von 242 000 Euro kommt durch den bewussten Leerstand an der Oststraße zustande. Weil dort abgerissen und neu gebaut werden soll, stieg die Leerstandsquote von zuletzt 2,8 Prozent auf 4,7 Prozent in 2014. Wöste dazu: „Die Leerstandswerte werden wieder sinken, es muss nicht von einer dramatischen Zuspitzung der Leerstandssituation ausgegangen werden.“

August, September und Oktober 2014 waren sehr starke Kündigungsmonate mit im Durchschnitt mehr als 20 Wohnungen und dem Ausbleiben schneller Anschlussvermietungen. Ein strukurelles Vermietungsproblem gebe es nur in zwölf Wohnungen in der Berliner- und der Leipziger Straße in Ütterlingsen. Hier erhofft sich Wöste eine Trendwende, wenn der Bau der Freifläche mit der Treppe und die Grünspange ihre Wirkung entfalteten. Weitere Großinstandhaltungsmaßnahmen in den nächsten Jahren seien hier angedacht.

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