Westpark: Es muss abgespeckt werden

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Werdohl - Der Westpark am Lennevorland wurde in all seinen Details durchgeplant, ohne auf das vorhandene Budget von 390.000 Euro zu achten. Das wurde den Politikern des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung auch so mitgeteilt.

Den Politikern des Hauptausschusses kommt deshalb am kommenden Montag, 25. April (18 Uhr, Rathaus, öffentliche Sitzung), die Aufgabe zu, aus dem von den Büros Finger und Berger entwickelten Plan 55.000 Euro Kosten herauszustreichen. 

Die Zeit sei zu knapp bemessen gewesen, schreibt die Verwaltung in der Vorlage für den Hauptausschuss, die Planunterlagen fristgerecht für den Fachausschuss fertigzustellen. Mittlerweile hat die Arbeitsgemeinschaft der Planer die Arbeiten abgeschlossen, sie sind den Fraktionen zur Beratung vorgelegt worden. Für den Westpark sind 390.000 Euro die Obergrenze – 312.000 Euro kommen an Regionale-Fördermitteln vom Land, die Stadt muss 78.000 Euro dazulegen. 

Grundsätzlich gebe es drei Möglichkeiten, die 55.000 Euro einzusparen: Massenminderung wie weniger Sand, weniger Bäume, weniger Sitzgelegenheiten; Qualitätsverminderung wie jüngere und preiswertere Bäume, einfache Oberflächendeckung anstelle Pflaster oder einfachere Möblierung oder eben das komplette Weglassen ganzer Teilbereiche oder Objekte. 

Das Einsparen gestaltet sich offensichtlich als schwierig, die Vorlage von Fachbereichsleiter Thomas Schroeder zeigt die Probleme auf. Bei Freianlagen wie dem Westpark sei die Kostenfassung sehr schwierig. Die Kosten für die Aufbereitung der Eventfläche lägen bei unter 20 Euro pro Quadratmeter, die der Parkanlage mit Promenade bei 90 Euro pro Quadratmeter. An der sehr kostengünstigen Eventfläche könne eigentlich nichts mehr gespart werden, die Ausführung der Parkanlage sei schon so günstig wie möglich geplant worden. 

Die Arbeitsgemeinschaft der Planer Finger und Berger könne derzeit keine Möglichkeiten ausmachen, durch Massenreduzierung erhebliche Einsparungen zu realisieren. Die Planung in den Grundzügen abzuspecken sei ebenfalls nicht möglich. Vorstellbar sei lediglich, den geplanten Pavillon wegzulassen, der keinen direkten Bezug zur Parkanlage hat. Allerdings sei dieser Pavillon ein Fixpunkt des Projekts, ein „Leuchtturm“, der Besucher und Touristen auf den Westpark aufmerksam machen soll. Schroeder schreibt: „Es könnte versucht werden, für den Pavillon Spender oder Sponsoren zu finden.“ 

22.000 Euro könnten eingespart werden, wenn die obere Promenade weggelassen würde. Dazu müsste auf die zweite Baumreihe an der Straße, den Grünstreifen und die Beleuchtung verzichtet werden. Die erforderlichen 55.000 Euro Einsparung sind damit aber auch nicht erreicht. Der Hauptausschuss soll jetzt „gemeinsame kreative Lösungen“ finden.

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