Westpark: Fachbereichsleiter Schroeder will nach positivem Ratsbeschluss sofort handeln

Stadt würde auf Kosten sitzen bleiben

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Werdohl - Thomas Schroeder, für Bauen und Immobilienmanagement zuständiger Fachbereichsleiter im Rathaus, geht davon aus, dass er nach dem Ratsbeschluss zum Westpark am Montag die Ausschreibung der Arbeiten vorbereiten kann. Das von der Werdohler Bürgergemeinschaft (WBG) angestrebte Bürgerbegehren sieht er dabei nicht als Hinderungsgrund.

Die Stadt müsse die Baumaßnahme in diesem Jahr mindestens beginnen, besser noch zum Abschluss bringen, um nicht die bereits zugesagten Fördermittel des Bundes in Höhe von 312 000 Euro zu verlieren, betonte Schroeder. Deshalb dränge auch die Zeit. Die Ausschreibung müsse vorbereitet werden, und bis die Firmen ihre Angebote vorgelegt hätten, könnten auch vier bis sechs Wochen ins Land gehen. Danach müssten das Ausschreibungsergebnis gesichtet und schließlich die Arbeiten vergeben werden. „Wir haben das Bestreben, unmittelbar nach der Vergabe mit den Arbeiten zu beginnen“, betonte Schroeder, der derzeit von einem Baubeginn im September ausgeht.

Es wäre also gut möglich, dass der Zug in Richtung Westpark immer mehr Fahrt aufnimmt, während die WBG versucht, ihn mit einem Bürgerbegehren doch noch zum Stillstand zu bringen. Klar, dass mit jedem weiteren Schritt, den die Stadt nach dem erwarteten Ratsbeschluss pro Westpark unternimmt, weitere Kosten entstehen. Aber wer müsste die übernehmen, wenn das Projekt letztlich doch nicht realisiert werden sollte? „Ich schätze das so ein, dass die Stadt diese Kosten allein übernehmen müsste. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Fördergeber sich daran beteiligen würde“, sagte Schroeder im Gespräch mit der Redaktion.

Neben der Werdohler Bevölkerung sollen übrigens auch Besucher, beispielsweise Radfahrer, vom Westpark profitieren. Auch deshalb arbeitet Thomas Schroeder derzeit unter anderem auch noch an dem Lückenschluss des Lenneroute-Radwegs auf Werdohler Gebiet. Aus den Richtungen Altena und Plettenberg ist der mittlerweile bis an die Stadtgrenzen Werdohls herangeführt worden, in Werdohl selbst gibt es aber noch Optimierungsbedarf.

Gesucht wird beispielsweise noch nach einer Lösung, die Radfahrer am Kraftwerk Elverlingsen vorbeizuführen. Zwischen Kraftwerk, Lenne, Bundesstraße und dem stark ansteigendem Gelände ist einfach zu wenig Platz für einen Radweg. Eine Lösung soll nun in einer Machbarkeitsstudie aufgezeigt werden. Die Kosten dafür soll der Landesbetrieb Straßen.NRW übernehmen. „Wir stehen diesbezüglich in Kontakt mit dem Landesbetrieb“, sagte Schroeder gestern. Eine Entscheidung erwarte er noch für diesen Monat.

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