Top Wertungen bei Kaninchenausstellung des Zuchtvereins W445

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Einen Namen hat sie nicht, die beste Häsin bei der Kaninchenausstellung des vergangenen Wochenendes. Sie ist ein Zwergwidder weiß Rotauge.

WERDOHL - „Es werden immer weniger Tiere“, fasste Martin Pache mit Blick auf die ausgestellten Kaninchen zusammen. „Unser Hobby macht viel Arbeit, immer weniger Jugendliche und Erwachsene haben Lust dazu“, so der Vorsitzende des Werdohler Rassezuchtvereins W445.

Deutlich erfreulicher: Die 86 zur Wertung vorgestellten Tiere seien von sehr hoher Qualität. „Auf größeren Schauen wären wir vorne mit dabei“, zeigte sich Pache zufrieden. Der Vereinsvorsitzende selbst kam mit seinen vier Kaninchen der Rasse Schwarz Rex auf den dritten Platz bei den besten Züchtern des Vereins. Das samtweiche Fell seiner schwarzen Tiere begeisterte die Juroren.

Erster Vereinsmeister wurde Detlev Engelhardt mit seinem Deutschen Kleinwidder wildfarbig. Stolze 387 von 400 möglichen Punkten erreichten seine Tiere. „Das ist wirklich eine Top Wertung“, zollten ihm seine Züchterkollegen Respekt. Ein Erfolg, auf den Engelhardt lange hingearbeitet habe.

Auch der beste Rammler, das höchstbewertete männliche Kaninchen der Ausstellung, kam aus der Zucht von Detlev Engelhardt. Die höchste Punktzahl aller Häsinnen bekam ein Tier von Herbert Günzel, ein zehn Monate altes weißes Zwergwidder mit roten Augen. Dieses gemeinsam mit drei Geschwistern in einer so genannten Serie bewertet, brachte Züchter Günzel 385,5 Punkte von 400 ein, den zweiten Platz in der Vereinsmeisterschaft. „Die Häsin sieht aus wie ihre Mutter. Mit der züchte ich schon seit vier Jahren erfolgreich – hervorragende Anlagen“, berichtet Herbert Günzel.

Seit seiner Jugend halte er Kaninchen, seit bald 60 Jahren. Auf Ausstellungen geht Günzel seit 32 Jahren, mit verschiedensten Rassen. Am Herzen liegen ihm inzwischen die Zwergwidder weiß Rotauge. Weißes Fell, empfindliche Schlappohren, möglichst weiße Pfoten – eine herausfordernde Kaninchenrasse. Umso glücklicher war Günzel über die Bewertung der Juroren am vergangenen Wochenende. Rund vier Stunden benötigten zwei Experten aus Hagen für die Anschauung der 86 Tiere. Jedes wurde aus seinem Käfig genommen und auf einem Tisch in Ruhe bewertet. Sind die Ohren rassetypisch lang genug? Wie dicht ist das Fell? Was lässt sich über den Pflegezustand sagen? Alle Wertungen hielt die Jury fest. Nur sehr wenige der in der Jahnturnhalle ausgestellten Tiere fielen durch, etwa wegen zu hohen Gewichts oder einer so genannten Wamme, einer Art Doppelkinn.

Dank guter Zuchtergebnisse konnten bei der Lokalschau am Wochenende auch zwei Landesverbandsmedaillen vergeben werden. Eine ging an die Zuchtgemeinschaft Rautenberg für deren imposante Tiere der Rasse Deutsche Riesen Weiß. Über die zweite Medaille freute sich Matthias Kretzer mit seinen Schwarzen Wienern.

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