Werdohler bestreitet den Handel mit Drogen

Werdohl - Wegen Drogenhandels muss sich ein 31-jähriger Werdohler vor dem Amtsgericht Altena verantworten. Der Angeklagte gab Drogenbesitz zu, Drogenhandel stritt er dagegen ab.

Ein Jahr lang soll ein heute 31-jähriger Werdohler im Jahr 2013 einmal wöchentlich Amphetamine, zum Teil auch Marihuana, an einen damals 19-Jährigen verkauft haben – so der Tatvorwurf der Staatsanwaltschaft. Am 22. Mai 2015 fanden Polizeibeamte in der Wohnung des Mannes 22 Gramm Amphetamine, 16,6 Gramm Haschisch und 7,5 Gramm Marihuana. Den Besitz dieser Drogen gab der Angeklagte im Amtsgericht Altena uneingeschränkt zu.

Den wöchentlichen Handel mit dem jungen Konsumenten bestritt er jedoch rundweg. „Ich habe ihm nichts verkauft.“ Weil das Strafverfahren gegen den angeblichen Käufer bereits abgeschlossen ist, hatte dieser zunächst kein Zeugnisverweigerungsrecht. Dass er sich dennoch auf dieses berief, ließ im Umkehrschluss vermuten, dass er bei der Polizei eine Falschaussage gemacht hatte. Auch in diesem Fall hätte er sich als Zeuge vor Gericht durch eine Aussage nicht selbst belasten müssen. Denkbar ist aber auch, dass er die mögliche Anklage wegen einer Falschaussage in Kauf nahm, um in dem Strafverfahren nicht gegen den Angeklagten aussagen zu müssen.

Das Schweigen des Zeugen bedeutet nun zunächst, dass die Polizeibeamten, die ihn vernommen haben, vor Gericht gehört werden. Das Strafverfahren wird mit diesem Programm am 22. Dezember fortgesetzt.

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