Werdohler Verwaltung: Mittwochs geschlossen

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Mittwochs stehen Bürger am Werdohler Rathaus vor verschlossenen Türen. Wichtige Formalitäten müssen sie deshalb auf einen anderen Tag verschieben.

Werdohl -  Der Weg ins Rathaus gehört für viele Werdohler zum Alltag – hier bekommen sie etwa ihre Parkkarte, einen neuen Personalausweis oder erhalten Auskünfte über die Rentenversicherung. Doch nicht an jedem Tag können die Bürger ihre Anliegen vortragen. Mittwochs bleiben die Türen der gesamten Verwaltung zu.

Werdohl nimmt mit dieser Regelung im Vergleich zu anderen Kommunen im Umkreis eine Sonderstellung ein. Die Mitarbeiter der Städte und Gemeinden Altena, Neuenrade, Balve, Halver und Herscheid stehen von montags bis freitags für Bürgerfragen zur Verfügung – in manchen Fällen bleiben allerdings auch hier Einwohnerbüros, Sozial- und Ordnungsämter oder Wohngeld-, und Versicherungsstellen zu. Die einwohnerstärkste Stadt in der Nachbarschaft, Lüdenscheid, hat sogar eine Sechs-Tage-Woche für das Bürgeramt eingeführt und bietet den Bergstädtern 36 Stunden in der Woche eine Anlaufstelle für wichtige Formalitäten.

Der Entscheidung, die Rathaustüren in Werdohl einen Tag in der Woche nicht zu öffnen, liege keine Personalnot zugrunde, betont Reinhardt Haarmann, Leiter der Abteilung Service. „Wir haben uns für diese Regelung entschieden, um unseren Mitarbeitern Zeit für Schriftarbeiten und interne Sachen zu schaffen“. Im Bürgerbüro etwa laufe neben den Bürgeranliegen auch vieles von außerhalb ein – „alleine die Meldeanfragen von anderen Stellen binden viel Zeit“, so der Abteilungsleiter, der auf insgesamt 23 Stunden „Bürgerservice“ pro Woche verweist.

Als Ausgleich zum Wegfall des Mittwochs hat die Verwaltung eine andere Regelung getroffen. „Im Rahmen einer Bürgerbefragung haben wir festgestellt, dass ein Bedarf an Samstagssprechzeiten besteht“, sagt Haarmann. An jedem zweiten Samstag im Monat bietet die Stadtverwaltung deshalb Sondersprechstunden an. Der Vorteil daran sei, dass sich Berufstätige für Amtsangelegenheiten keinen Urlaub nehmen müssen, so der Abteilungsleiter, „Wir vergeben zudem, vor allem an publikumsstarken Stellen wie im Bürgerbüro, Sozialamt oder Rentenstelle, auch immer wieder Termine außerhalb der Öffnungszeiten an.“

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