Werdohler Thomas Benecke eröffnet erstes Paul-Seuthe-Museum der Welt

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Den originalen Abzug einer Paul Seuthe-Fotografie hält Thomas Benecke in seinen Händen, für die Ausstellung hat er das Werk vergrößern lassen. Benecke eröffnet sein Museum am 20. August.

Werdohl - Thomas Benecke ist fertig – am Wochenende des 20. und 21. August wird er das erste Paul-Seuthe-Museum der Welt eröffnen.

In den vergangenen Wochen und Monaten hat Benecke die Räume der ehemaligen Backstube im Haus an der Neustadtstraße 26 hergerichtet und sich viele Gedanken über die Präsentation der Ausstellungsstücke des Werdohler Künstlers gemacht. Seuthe starb 1997 im Alter von 88 Jahren.

Dieses originale Paul-Seuthe-Bild zeigt wohl den Remmelshagen über Werdohl.

Der Eintritt in das Museum ist frei, der Zugang ist barrierefrei. Der Eingang befindet sich an der Einmündung der Schulstraße in die Neustadtstraße. Für die wissenschaftliche Beratung steht Benecke die Kunsthistorikerin Dr. Carolin Krüger-Bahr zur Verfügung. Benecke hat mit ihr zusammen geplant, in jedem Jahr nur eine Auswahl der Gesamtsammlung zu zeigen, in regelmäßigen Abständen sollen die Exponate ausgetauscht werden.

Das Museum soll aber weit mehr als nur eine Ausstellung der Werke des Künstlers sein. Dieser Ort, so schreibt Benecke, solle auch eine Begegnungsstätte für frühere Freunde und Anhänger von Paul Seuthe werden. „Seine vielfältige Arbeit ist es, die mich besonders begeistert“, sagt Thomas Benecke.

In Beneckes Privatbesitz befinden sich nach eigenen Angaben zwischen 40 und 50 Kunstwerke des gebürtigen Hageners. Privat will er auch das Museum betreiben: „Der Eintritt ist kostenlos. Erwerben kann man die Werke hier ebenfalls nicht.“ Benecke betreibt das Museum aus rein privaten und ideellen Gründen. Nach dem Eröffnungswochenende hat er noch zwei Öffnungs-Tage Anfang September und Anfang Oktober eingeplant. Danach will er weitersehen, wie das Museum überhaupt angenommen wird.

Seuthe wurde am 20. Mai 1909 in Hagen geboren. Seit früher Kindheit besaß er eine Neigung zur Malerei. Als Maurerlehrling beim Umbau des Folkwang-Museums in Essen gab es enge Berührungen mit Bildern und Bauten des Jugendstils und Werken Christian Rohlfs. Während des Architekturstudiums bildete er sich autodidaktisch in verschiedenen Kunstrichtungen weiter.

Im Alter von 21 Jahren, im Jahr 1930, zog es ihn nach Werdohl. Bis zu seinem Wechsel in den Ruhestand arbeitete er als selbst-ständiger Bauingenieur und Architekt. Aus seiner Feder stammen beispielsweise die Planungen für das ehemalige Schwesternwohnheim an der Schulstraße, für die ehemalige Pestalozzischule in Ütter-lingsen und für das Mahnmal an der Freiheitstraße. Viele naturalistische Landschaften, die er in den 30er und 40er Jahren „vor der Haustür” schuf, brachten ihm den Ruf des „Sauerlandmalers” ein.

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