Weihnachtliche Leckereien aus dem sozialen Supermarkt

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Die Helferinnen und Helfer der Tafel hatten auch am Donnerstag, bei der letzten Ausgabe vor Weihnachten, alle Hände voll zu tun. Etwa 200 Kunden decken sich bei ihnen regelmäßig ein.

Werdohl -   Weihnachten ist das Fest, zu dem man gerne auch einmal etwas Besonderes auf den Tisch bringt. Den großen Weihnachtsbraten vielleicht, oder sogar – ganz klassisch – die Weihnachtsgans. Dabei vergisst man leicht, dass sich nicht alle ein solches Festessen leisten können. Dazu gehören die Menschen, die einen Teil ihrer Lebensmittel über die Hilfsorganisation Die Tafel beziehen.

Seit Mittwochmorgen waren Ulrike Schiller und ihre knapp 30 Helferinnen und Helfer auch in dieser Woche wieder im Einsatz, um die Tafel-Ausgabe vorzubereiten. Dabei galt es vor allem, überschüssige oder aus dem Wirtschaftskreislauf aussortierte Lebensmittel aus Supermärkten abzuholen. „Die letzte Tour haben wir heute Mittag auf den Markt gemacht“, berichtete Schiller am Donnerstag. Auch die Markthändler geben etwas ab, das nachweislich Bedürftige dann über die Tafel zu besonders günstigen Konditionen einkaufen oder sogar kostenlos erhalten können.

Am Donnerstag, bei der letzten Ausgabe vor Weihnachten, gab es aber etwas mehr als das übliche Angebot, das von Obst und Gemüse über Brot bis zu Nudeln reicht. Diesmal war auch Kaffee im Angebot. „Den gibt es bei uns nur einmal im Jahr, meistens im Dezember“, berichtete Schiller. Durch die Aktion „Kauf eins mehr“ seien zudem weihnachtliche Leckereien wie Spekulatius oder Schoko-Nikoläuse bei der Tafel angekommen. Diese Aktion, bei der Spender beim Einkauf Extra-Artikel in ihren Wagen legen und anschließend der Tafel zur Verfügung stellen, sei wieder sehr gut gelaufen, freute sich Ulrike Schiller. „Das ist für uns immer eine sehr große Hilfe!“

Das Weihnachtssortiment umfasste am Donnerstag aber auch Bockwürstchen (Schiller: „Für die, die an Heiligabend einen Kartoffelsalat dazu machen wollen!“), Zitrusfrüchte wie Apfelsinen und Mandarinen und sogar Nutella. „Das haben uns ganz viele gespendet, für die Kinder“, berichtete Ulrike Schiller, die allen Unterstützern ein ganz großes Dankeschön ausspricht. Sie hat festgestellt, dass vor Weihnachten mehr gespendet wird als zu anderen Zeiten im Jahr.

Nach dem Einkauf im sozialen Supermarkt konnten die etwa 200 Kunden am Donnerstagnachmittag auch im benachbarten Café noch leckeres Gebäck genießen. Die heimischen Bäckereien hatten Stutenkerle und Berliner, Streuselplätzchen und Biskuitrollen gespendet.

Der Andrang bei der Tafel wird übrigens größer. „Ja, wir haben inzwischen mehr Zulauf“, sagt Ulrike Schiller. Auch darüber könnte man an Weihnachten ja einmal nachdenken...

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