Basare spüren Internethandel

Auch beim Basar der Kita Rappelkiste war der Andrang groß. Auch auf der Königsburg fanden die Schnäppchenjäger die Kinderkleidung nach Größen sortiert auf den Tischen vor.

Werdohl - Nicht nur die heimischen Einzelhändler kämpfen mit der Konkurrenz im Internet. Auch die Organisatoren der Basare für Kinderkleidung und Spielzeug spüren, dass sich Verkäufer und Konsumenten teilweise umorientieren.

Dennoch hatte sich schon eine lange Schlange gebildet, als sich am Samstagnachmittag die Türen des großen Pfarrsaals St. Michael öffneten. Besonders Mütter und Großmütter standen an, um sich im Rahmen des beliebten Sterntalerbasars mit Kleidung für die kalte Jahreszeit einzudecken. Einige hatten den Nachwuchs mitgebracht, den es meist sofort Richtung Spielzeugabteilung zog.

Dort war das Angebot aber nicht mehr ganz so üppig wie in manchen Vorjahren – und das, obwohl 60 Anbieter ihre Waren zum Verkauf abgegeben hatten. „Möglicherweise bieten viele größere Spielzeuge inzwischen über das Internet an“, vermutete Mitorganisatorin Bärbel Kröninger und berichtete, dass weder Fahrräder noch Kinderwagen zum Verkauf abgegeben worden seien. „Das war früher anders“, stellte sie fest.

Allerdings könne sie verstehen, wenn beispielsweise hochwertige Kinderwagen auf anderen Wegen verkauft würden. „So ein neuer Wagen kostet schnell 700 Euro. Da möchte man natürlich später beim Verkauf noch eine gewisse Summe einnehmen.“

Dennoch waren Kröninger und ihr Team des Frauentreffs St. Petrus-Canisius, das von weiteren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unterstützt wurde, am Ende des Basars rundum zufrieden. Und auch die Kunden, die säckeweise Winterjacken, dicke Pullover, Schneehosen oder Babybekleidung zur Kasse trugen, freuten sich über Schnäppchen. „Hier habe ich 20 Euro bezahlt, im Geschäft wären es mehr als 150 Euro gewesen, und die Sachen sind zum Teil wie neu“, rechnete eine Mutter vor.

„Genau das möchten wir auf der einen Seite erreichen“, freute sich Bärbel Kröninger. Der zweite Aspekt sei dann traditionell die Spende des Erlöses für einen guten Zweck. Wohin das Geld fließen soll, stehe noch nicht fest – sicher sei aber: „Ein Teilbetrag bleibt wieder in Werdohl.“ Und noch eines verspricht die Werdohlerin schon heute: „Unser nächster Sterntalerbasar findet im kommenden Frühjahr am 18. März statt.“

Brechend voll war es auch im Gemeindehaus der Kreuzkirche, als das Team der Kita Rappelkiste seinen zweiten Kinderkleider- und Spielzeugbasar eröffnete. 40 Anbieter hatten vorab Herbst- und Winterkleidung, Spiele und Stofftiere geliefert, die die Helferinnen in ihrem Namen verkauften. Zehn Prozent des Erlöses sowie die Startgebühr in Höhe von drei Euro kommen der evangelischen Kirchengemeinde zugute.

Die Veranstaltung auf den Nachmittag zu legen, habe sich eindeutig bewährt, befand Organisatorin Carina Gareis: „Unseren ersten Basar im Frühjahr haben wir an einem Vormittag ausgerichtet. Da lief es noch etwas schleppend.“ Auch der nächste Flohmarkt der Rappelkiste im Frühjahr soll deshalb wieder nachmittags stattfinden.

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