Klassische Gerichte stehen auf dem Wunschzettel

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Kartoffelsalat und Bockwürstchen sind zu Weihnachten ein Klassiker - auch in den Werdohler Seniorenzentren.

Werdohl - Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit, auch in den Werdohler Seniorenzentren. An Heiligabend kommt dort überall ein Klassiker auf den Tisch.

Als Wunschgericht Nummer eins gilt Kartoffelsalat mit Bockwürstchen. An den beiden Feiertagen stehen viele andere traditionelle Speisen auf dem Menü-Plan. Die Bewohner können sich auf Entenbrust, Wildragout oder Schweinebraten freuen.

Gerade bei den älteren Generationen hat Essen einen hohen Stellenwert. Viele ältere Menschen erinnern sich noch an die Zeit, in der fast jeder einen eigenen Nutzgarten hatte. Damals wurde vieles in der Küche noch selber gemacht. Deshalb stehen bei vielen zu Weihnachten vor allem althergebrachte Gerichte auf dem Wunschzettel.

„Wir haben für Heiligabend schon viele Gerichte ausprobiert. Von Ragout fin bis Kalbsfrikassee. Klassiker aus der Kindheit Doch unsere Bewohner wollen lieber die Klassiker“, sagt Bianca Fries, Küchenleiterin des Perthes Service im Wichernhaus. Ihnen seien Kartoffelsalat und Co. lieber, da sie das noch aus ihrer Kindheit kennen. Auch die Küchen-Mitarbeiterin des Seniorenheims Forsthaus, Christiane Schulte, hat die Erfahrung gemacht, dass ihre Bewohner nichts außergewöhnliches auf dem Teller haben wollen: „Was das Kind nicht kennt, dass isst es auch nicht. Die Leute lieben einfach die Klassiker. “

Speisekarte im Wicherhaus mit Weihnachts-Menüs.

Um den Wünschen ihrer Bewohner auch gerecht zu werden, machen sich die Verantwortlichen in den Werdohler Altenheimen frühzeitig an die Menü-Planung. „Alle acht Wochen setzen wir uns mit den Bewohnern zusammen und besprechen die Gerichte, die wird dann kochen“, sagt Iris Dietrich, stellvertretende Küchenchefin im Pungelscheider Haus Versetal. Auch im Seniorenzentrum Werdohl legen die Mitarbeiter Wert auf die Wünsche der Bewohner.

Einmal im Monat komme der zuständige Catering-Service und gehe mit dem Heimbeirat die Wochenmenüs durch, erklärt die Leiterin des Sozialen Dienstes Doris Krüger. Im Forsthaus steht jeden Mittwoch eine Menü-Besprechung mit den Bewohnern an. Und im Wichernhaus lässt die Küchenleiterin die Mehrheit ihrer Bewohner entscheiden.

In Altenheimen bleiben keine Essenswünsche offen

Seit Anfang Dezember stehen dort auch Karten mit den Gerichten für die Feiertage auf den Tischen im Speisesaal. Bianca Fries: „Das schafft eine besondere Atmosphäre.“ Ein Blick auf die Menü-Pläne verrät, dass an den Weihnachtstagen in den Seniorenzentren keine Wünsche offen bleiben.

Neben Kartoffelsalat und Würstchen können die Bewohner des Seniorenzentrums an der Stadtklinik gleich aus mehreren Gerichten auswählen – etwa Kohlrouladen mit Kartoffeln, Hühnerfrikassee mit Gemüsereis oder Putenröllchen und Markt-Gemüse. Frische Scholle wird hingegen im Haus Versetal serviert. Im Wichernhaus gibt es unter anderem Nordische Kartoffelsuppe mit Lachsstreifen oder Wildgulasch in Preiselbeer-Soße. Im Forsthaus liefert ein Caterer an den Weihnachtstagen Gänsebrust, Schweine- und Rinderbraten.

Koch und Konditor Patrik Hoth.

„Uns liegt es am Herzen, dass die Leute zufrieden sind. Schließlich ist das Heim ihr Zuhause“, sagt Bianca Fries. „Die Bewohner freuen sich, wenn in unserem Haus an Weihnachten eine angenehme Hektik entsteht. So haben sie ein wenig Abwechslung. Wenn wir backen, dann gehen etwa viele tolle Gerüche durchs Haus.“

Für die Küchen-Verantwortlichen steht fest, dass sie, was das Festtags-Essen angeht, keine großen Experimente wagen können. Doch das werde sich in ein paar Jahren ändern, vermutet Bianca Fries. „Nicht nur bei unserem Essen auf Rädern, auch hier im Heim werden wir bald jüngere Generationen haben. In Zukunft werden wir eine

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