Peter Wille gibt einem "alten Briten" eine Frischekur

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Peter Wille weiß genau, wo welches Kabel hingehört. Der Werdohler Oldtimer-Liebhaber hat den Kabelbaum seines 1960er Austin-Healey-Sprite sorgfältig beschriftet.

Werdohl - Seit gut zwei Jahren verbringt Peter Wille viel Zeit in seiner Garage. Der Werdohler ist passionierter Autoschrauber und restauriert in mühsamer Kleinarbeit alte englische "Sportflitzer". Für sein aktuelles Projekt braucht der Bastler aber viel Geduld.

Mit einem Ruck öffnet sich das graue Garagentor. Der Geruch von Motorenöl und Schmierfett liegt in der Luft. Peter Wille lässt seinen Blick schweifen: Wie viele Stunden er dort, zwischen den vielen Schraubenschlüsseln und bunten Kabelknäulen verbracht hat, weiß er nicht. „Ich bin nicht jede freie Minute hier. Doch man will ja schließlich weiterkommen“, sagt der Oldtimer-Liebhaber. Seit rund zwei Jahren restauriert er zuhause einen 1960er Austin-Healey-Sprite.

Mit einem Ruck öffnet sich das graue Garagentor. Der Geruch von Motorenöl und Schmierfett liegt in der Luft. Peter Wille lässt seinen Blick schweifen: Wie viele Stunden er dort, zwischen den vielen Schraubenschlüsseln und bunten Kabelknäulen verbracht hat, weiß er nicht. „Ich bin nicht jede freie Minute hier. Doch man will ja schließlich weiterkommen“, sagt der Oldtimer-Liebhaber. Seit rund zwei Jahren restauriert er zuhause einen 1960er Austin-Healey-Sprite.

Für den Winter hat sich der Autobastler das Herzstück des „alten Briten“ vorgenommen.

Englische Sportwagen haben es dem 64-Jährigen angetan. So ist der Autobastler auch stolzer Besitzer eines MGB-Cabriolets aus dem Jahr 1971. Vor zwölf Jahren kaufte sich der ehemalige Metallbauer dann in Kalifornien die Karosserie seines Healeys. Mittlerweile ist an der bloßen „Hülle“ des Autos viel passiert. Die Vorderachse ist bereits montiert. Blinker, Chromstoßfänger und die Seitenverkleidung sind an ihrem Platz. Und auch Teile der Elektrik hat Wille bereits installieren können. Der Kabelbaum, die Hinterachse und der Benzintank warten allerdings noch darauf, eingebaut zu werden. „Ich mache mal hier was, mal da was. So ist man dann zugange, woll“, so der Autoschrauber.

Der Stolz auf sein bisheriges Werk ist dem Werdohler anzusehen. Während die Sonne in seine Garage scheint und das Licht vom weißen Lack des Autos reflektiert wird, beginnt Wille zu erzählen: „Als der Healey in unzähligen Kisten hier ankam, stand ich vor einem großen Puzzle. Doch nun ist schon viel geschafft. Der Healey kommt so langsam auf die Beine. Wenn der Wagen erst einmal auf den Rädern steht, dann sieht das Ganze schon anders aus.“ Der Autobastler hat für jeden seiner weiteren Schritte bereits einen Plan im Kopf: „Bevor ich die Achse montieren kann, muss ich erst die Verkleidung der Radkästen wieder rausnehmen. Sonst komm’ ich da nirgends dran. Schließlich muss ich noch die Benzinpumpe anschließen.“

Die Hinterachse des Oldtimers ist nach einigen Arbeitsstunden fertig und wartet in der Garage darauf, eingebaut zu werden.

Wenn der Rentner nicht gerade in seiner Garage an seinem Healey schraubt, dann genießt er bei einer Fahrt in seinem anderen Oldtimer die frische Landluft. „Erst Sonntag bin ich durch den Hochsauerlandkreis gefahren“, sagt Wille. Mit seinem Hobby komme er viel rum. In den nächsten zwei Wochen verschlägt es ihn ins Ruhrgebiet – in den Landschaftspark Nord in Duisburg und zu einem Autoteilemarkt nach Recklinghausen. Auch längere Strecken nimmt der Autofan in Kauf: „Im Februar war ich mit meinem MGB bei den Bremen Classics. Man will sein Schätzchen schließlich auch herzeigen.“

Im Winter, wenn es ihm in seiner Garage zu kalt wird, zieht sich der Bastler in den Keller zurück. Ein Blick dort hinein verrät: Es gibt viel zu tun. Neben großen und kleinen Schraubenziehern, Hämmern und Zangen, die fein säuberlich an den Wänden aufgehängt sind, wartet bereits das Herzstück des „alten Briten“. Den Motor wird Wille in seine Einzelteile zerlegen und jeden Millimeter von Rost und Patina befreien. Damit wäre ein großer Schritt getan, so der Schrauber. Doch bis der Wagen das erste Mal über die Straßen Werdohls rollen kann, braucht der Bastler noch viel Geduld und Zeit: „Wenn alles gut läuft, dann soll der Healey Ende nächsten Jahres fahren.“

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