Westpark wahrscheinlich ohne den Pavillon

So sieht das Kernstück des vom Büro Finger & Partner geplanten Westparkes aus: Ein künstlich angelegter Bachlauf mit Wasserspielgelegenheiten (Mitte) schlängelt sich durch das Lennevorland, abgeschlossen von einer Promenade (oben).

Werdohl - Der Westpark wird vermutlich ohne den Pavillon gebaut, dieses Meinungsbild zeichnete sich jetzt im Hauptausschuss ab. In zwei Wochen wird der Rat endgültig entscheiden. Bis dann soll auf Bitten der SPD noch einmal ein kleinerer Arbeitskreis tagen.

Die WBG wollte am Montag überhaupt nicht über den Westpark diskutieren. Drei Werktage seien nicht genügend Beratungszeit für ein Projekt, das monatelang geplant worden sei. Die WBG sehe sich außer Stande, so hieß es schriftlich im Antrag an die Bürgermeisterin, unter „diesen Bedingungen verantwortungsvoll“ zu handeln. Zudem sei die Frage der Folgekosten nach einem Hochwasser nicht beantwortet. 

Die WBG habe schon vor den Kommunalwahlen den Westpark abgelehnt, der Rat sei immer mehrheitlich anderer Meinung gewesen. Die WBG versuchte deshalb, die endgültige Entscheidung über den Bau des Westparks in den Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt zu verschieben. Dort säßen die Fachleute.

Auf eine Verschiebung in den Ustea ließ sich der Hauptausschuss am Montag nicht ein. Zwar sahen alle anderen Fraktionen die Kurzfristigkeit, erkannten aber auch die Notwendigkeit einer raschen Entscheidung. Die Regionale-Mittel seien schließlich schon abgerufen worden, so Fachbereichsleiter Thomas Schroeder, in diesem Jahr müsse auch gebaut werden.

Der Hauptausschuss einigte sich nach eingehender Beredung schließlich, die Entscheidung in den Rat in zwei Wochen zu verschieben. Innerhalb dieser Zeit soll nach dem Wunsch der SPD noch ein Arbeitskreis zusammenkommen, der offene Fragen klären soll.

Der Fachbereichsleiter machte noch einmal klar, wie die Finanzierung des Westparks aussieht: 300.000 Euro stünden für den Bau des Westparks zur Verfügung, 90.000 Euro für Planungskosten. Diese Summe von 390.000 Euro dürfe unter keinen Umständen überschritten werden. Planer Volker Finger hatte aber 355 000 Euro alleine für den Bau veranschlagt. Es müssen also 55.000 Euro eingespart werden. 

Schnell zeigte die Diskussion am Montag, wohin die Reise gehen wird. Ein Pavillon soll Gäste und Besucher auf den eigentlichen Park verweisen, dieser Pavillon wird vermutlich erstmal nicht gebaut. Damit lassen sich Baukosten von 48.000 Euro einsparen. Die rechnerische Differenz von 7000 Euro könne man auffangen, waren sich Finger wie auch Schroeder einig. Schroeder verwies darauf, dass ohnehin ein finanzieller Puffer zur Absicherung eingerechnet sei.

Bürgermeisterin Voßloh teilte mit, dass sie von den Betreibern des Steinbruchs Kleinhammer Unterstützung zugesagt bekommen habe. Die Natursteine, die im Westpark verbaut werden sollen, kämen der Stadt vermutlich auf diese Weise billiger. Genauer beziffern konnte sie dieses Angebot noch nicht, ein Termin stehe dazu noch aus.

Planer Volker Finger erklärte, dass es ohnehin noch keine genauen Planungen für den Pavillon gebe. Man könne ihn in der Bauphase bedenkenlos weglassen und möglicherweise später bauen.

CDU und FDP hätten die Planungen schon am Montag mit dem Wegfall des Pavillons beschließen können, das erklärten ihre Sprecher.

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