Wechsel im Team der Ortsheimatpfleger geplant

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Udo Böhme soll ins Heimatpflege-Team aufgenommen werden.

Werdohl - Ortsheimatpfleger Heiner Burkhard kann mit einer Verlängerung seiner Amtszeit rechnen. In seinem Team wird es allerdings eine personelle Veränderung geben.

Vor ziemlich genau vier Jahren hat der Stadtrat Heiner Burkhardt zum Nachfolger des damaligen Ortsheimatpflegers Willi Bergfeld ernannt. Die Aufgaben der Heimatpflege hatte Burkhardt anschließend aber nicht alleine übernommen, sondern sich vielmehr mit dem frühere Grundschulrektor Günter Reitz und VHS-Leiterin Barbara Funke kompetente Hilfe ins Boot geholt.

Reitz hatte sich fortan hauptsächlich um Stadtgänge und Museumsführungen für Grundschulkinder gekümmert, Funke hatte ihr Augenmerk auf Volkskunde und Schrifttum gelegt, während sich der Architekt Burkhardt selbst auf bedeutende Gebäude und Denkmäler konzentriert hatte.

Burkhardts Amtszeit ist am 31. Dezember abgelaufen, doch er soll erneut zum Ortsheimatpflege bestellt werden. Mit dieser Angelegenheit wird sich der Hauptausschuss in seiner nächsten öffentlichen Sitzung am Montag, 29. Februar, befassen. Die Stadtverwaltung schlägt dem Ausschuss in einem Beratungspapier vor, Burkhardt weiter federführend die Aufgaben der Heimatpflege zu übertragen, die Tätigkeit aber wie bisher auf mehrere Schultern zu verteilen. Das Trio der vergangenen vier Jahre wurde jedoch mittlerweile gesprengt. Günter Reitz kann seine Aufgaben nach einem Unfall nicht mehr wahrnehmen. An seine Stelle soll Udo Böhme vom Heimat- und Geschichtsverein treten.

„Damit wäre die Verzahnung von Ortsheimatpflege und Heimat- und Geschichtsverein gegeben, die es über Jahrzehnte nicht gegeben hat“, erklärte Heiner Burkhardt. Aus seiner Sicht hat sich dieses Konstrukt in den vergangenen vier Jahren bewährt. Nicht zuletzt sei es damit gelungen, das denkmalgeschützte Ütterlingser Eisenbahnviadukt, ein Bauwerk aus dem Jahr 1861, vor dem Abriss zu retten.

Der Hauptausschuss, der am Montag ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses tagt, muss sich aber noch mit anderen Fragen befassen. Beispielsweise liegt ein Antrag der WBG-Fraktion vor, die Bevölkerung in einer Bürgerversammlung über die aktuelle und die bevorstehende Flüchtlings- und Asylsituation in Werdohl zu informieren.

Die Wählergemeinschaft wünscht sich, dass dies geschieht, noch bevor die endgültige Entscheidung über die Wiederinbetriebnahme der Flüchtlingsunterkunft in der Deipschlade getroffen wird. Die WBG glaubt, dass solche Informationsveranstaltungen wichtig sind, um die Akzeptanz von Flüchtlingen und Asylbewerbern in der Bevölkerung nicht zu gefährden.

Darüber hinaus steht die Beratung über zwei Beschwerden über die Erhöhung der Grundsteuer B auf der Tagesordnung des Hauptausschusses.

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