Werdohler Online-Angebot besser als viele andere

Die Startseite des Online-Angebotes der Stadt Werdohl vom Donnerstag.

Werdohl  - Köln und Bonn haben im Internet laut einem Vergleichstest der Grünen-Landtagsfraktion das beste Service-Angebot aller knapp 400 nordrhein-westfälischen Kommunen. Die Stadt Werdohl ist mit Platzziffer 96 im vorderen Mittelfeld zu finden. Vor zwei Jahren noch landete Werdohl auf Platz 67.

Von den Grünen wurden für das Management von Bürgeranliegen, für behördliche Kommunikation über digitale Informationstechnologien (E-Government) sowie für Bürgerbeteiligung und die freie Verfügbarkeit öffentlicher Daten Noten vergeben. Werdohl schaffte 2014 wie auch in diesem Jahr 18 Punkte. Das Absinken in der Gesamtwertung um immerhin 30 Plätze ist damit zu erklären, das andere Kommunen ihr Angebot offensichtlich verbessern konnten und damit auch höher bewertet wurden.

Aus dem ersten Online-Check der Grünen war Bonn 2014 als Sieger hervorgegangen – in diesem Jahr erreichte die Bundesstadt zusammen mit Köln 39 von 40 möglichen Service-Punkten. Die beste Kommune im Märkischen Kreis ist Hemer mit 22 Punkten, im internen Kreis-Ranking liegt nur noch Lüdenscheid mit 19 Punkten vor Werdohl mit seinen 18 Punkten.

Auf den hintersten Plätzen des NRW-Gesamtrankings mit 396 Städten und Gemeinden findet sich die Nachbarkommune Herscheid auf Platz 382, dahinter liegt noch Schalksmühle auf Rang 390. Altena kommt auf Platz 343, Neuenrade auf 292.

Die Grünen haben bereits zum zweiten Mal die Service-Leistungen aller 396 Kommunen anhand der Internetportale auf den Prüfstand gestellt – erstmals auch die 31 Kreise. Unterstützt wurden sie von Experten der Stiftung „Open Knowledge Foundation“, die sich ebenfalls für offenes Wissen, transparente Daten und maximale Bürgerbeteiligung einsetzt.

Bewertet wurde unter anderem, ob es möglich ist, Verwaltungsvorgänge schnell und unkompliziert von zuhause aus zu erledigen – etwa Online-Reservierung des Wunsch-Kennzeichens bei der Auto-Zulassung. Außerdem wurde hinterfragt, wie die Bürger in Entscheidungsprozesse eingebunden werden und wie sie ihre Anliegen übermitteln können – zum Beispiel eine defekte Straßenlaterne melden.

Der öffentliche Sektor sei der Motor für die unverzichtbare Digitalisierung der Gesellschaft, stellten die Grünen fest. Von einer gesetzlichen Verpflichtung zur elektronischen Aktenführung, über die derzeit im Landtag beraten wird, dürften die Kommunen deshalb nicht ausgenommen werden.

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