Gedränge vor dem Eingang der Ditib-Moschee

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An der Bushaltestelle vor der Moschee an der Freiheitstraße warten derzeit mitunter viele Menschen auf die Busse und blockieren ach Angaben des Moscheevereins den Eingang zur Moschee oder lassen Müll zurück.

Werdohl - Auf dem baulichen Sektor tut sich gerade eine ganze Menge in der Innenstadt. Nicht alle jedoch sind mit dem (absehbaren) Ergebnis zufrieden. In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Stadtenwicklung am Dienstagabend kritisierte Fahrettin Alptekin vom Ditib-Moscheeverein die neue Lage der Bushaltestelle an der Freiheitstraße.

Der Ort für die Bushaltestelle direkt vor der Ditib-Moschee sei „sehr unglücklich gewählt“, sagte der Vorsitzende des Moscheevereins während der Einwohnerfragestunde zu Beginn der Ausschusssitzung. Wartende und aus den Bussen aussteigende Fahrgäste blockierten den Zugang zur Moschee, außerdem bleibe in nicht unerheblichem Maße Müll auf dem Gelände des islamischen Gottehauses zurück, führte er durchaus nachvollziehbare Argumente gegen die Bushaltestelle an dieser Stelle ins Feld. Ob die Furcht vor Übergriffen – vor allem durch Betrunkene –, die Alptekin ebenfalls äußerte, wirklich begründet ist, sei dahingestellt.

Beim Ausschussvorsitzenden Jürgen Henke (SPD) und bei bei der Verwaltung stieß Alptekin aber immerhin auf Verständnis und offene Ohren. Zu Stoßzeiten sei die Baushaltestelle tatsächlich stark frequentiert, wusste Henke zu berichten: „Das habe ich selbst auch schon festgestellt. Die Aufstellfläche für die Wartenden ist dort einfach nicht sehr groß.“

Die Gehwege an der Moschee seien nun einmal öffentlicher Verkehrsraum, gab Fachbereichsleiter Thomas Schroeder zu bedenken, beschwichtigte aber sofort, dass sich die Situation entspannen werde, sobald die neuen Wärtehäuschen an den Bushaltestellen installiert worden seien. Etwa auf der Mitte der etwas zurückliegenden Ladenzeile soll ein Wartehäuschen von etwa acht Metern Länge gebaut werden, auf der gegenüber liegenden Seite, am Ludwig-Grimm-Park, sind zwei Häuschen à vier Meter geplant.

Auch Bürgermeisterin Silvia Voßloh verwies darauf, dass die Bauarbeiten ja noch nicht abgeschlossen seien. „Die Wärtehäuschen sollen noch im November kommen, ebenso die Mülleimer“, stellte sie dem Moscheeverein in Aussicht, dass damit sowohl Busfahrgäste als auch Müll weitgehend aus dem Bereich vor seinem Grundstück verschwinden. Ob der November-Termin zu halten ist, war am Mittwoch wieder offen. Schroeder ging „eher von Dezember“ aus.

Allerdings hatte die Bürgermeisterin nach eigenen Angaben auch zur Kenntnis genommen, dass wartende Fahrgäste teilweise auch die private Fläche an der Moschee betreten. Tatsächlich ist zu beobachten, dass mancher vor allem bei Regen Schutz unter den Vordächern an der Moschee sucht. Bürgermeisterin Silvia Voßloh regte deshalb an, dass die Grenze zwischen öffentlichem und privatem Raum besser gekennzeichnet werden sollte.

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