Werdohler Kriminalstatistik: Mehr Einbrüche und Diebstähle

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Ein fiktiver Einbrecher blickt durch eine eingeschlagene Fensterscheibe.

Werdohl -  Die Anzahl der Diebstähle allgemein und speziell der Wohnungseinbruchsdiebstähle sind in Werdohl im vergangenen Jahr gestiegen. Das geht aus der am Freitag veröffentlichen polizeilichen Kriminalitätsstatistik hervor.

Insgesamt gab es in 2014 in Werdohl 1036 Straftaten, im vergangenen Jahr 1006. Das sind in der Summe 30 Fälle weniger, wobei die Aufklärungsqoute von 57,72 auf 56,96 geringfügig sank. Straftaten gegen das Leben gab es in den vergangenen zwei Jahren keine einzige. Die Zahl der Sexualdelikte stieg von fünf auf sieben, wobei im vergangenen Jahr alle sieben Delikte aufgeklärt werden konnten. Darunter waren zwei Fälle von Vergewaltigung und schwerer sexueller Nötigung sowie ein Fall von sexuellem Missbrauch eines Kindes.

Raubdelikte stiegen stark an, wobei die Zahlenbasis eher gering ist. Vier Fälle gab es in 2014, der Anstieg auf 14 Fälle in 2015 ist da schon prozentual hoch. Die Aufklärungsquote von 85,7 Prozent kann sich allerdings sehen lassen. Bei den Raubdelikten werden besonders der Handtaschenraub (drei Fälle in 2015, alle aufgeklärt) und sonstige Raubüberfälle auf der Straße (vier Fälle in 2015, zwei davon aufgeklärt) genannt.

Wer eine Körperverletzung begeht, muss in Werdohl damit rechnen, dass er dafür garantiert büßen muss. Die Zahl stieg von 113 auf 120 Fälle, die Aufklärungsquote in 2015 betrug stolze 93,33 Prozent. Das ist logisch, weil der Angegriffene in den allermeisten Fällen weiß, wer ihn verletzt hat. Darin sind die Fälle schwerer Körperverletzung enthalten, die Zahl stieg von 20 auf 26.

Deliktzunahmen und miserable Aufklärungsquoten gibt es aus dem Gesamtbereich Diebstahl zu melden. Die Zahl der gesamten Fälle stieg von 335 auf 355, hier lohnt es sich, die Aufklärungsquote nach einzelnen Diebstahlsarten zu betrachten. Die Zahl der von vielen so gefürchteten Wohnungseinbruchsdiebstähle stieg von 31 auf 39 Fälle, aber die Aufklärungsquote sank von noch einigermaßen akzeptablen 41,94 Prozent auf auffallend niedrige 17,95 Prozent. Daran lässt sich die Zunahme von Delikten von professionell operierenden und bestens vernetzten Täterbanden erkennen.

Überhaupt nicht aufgeklärt wurden in 2015 die 32 Fälle von Diebstahl an und aus Pkw, im Vorjahr sah es kaum besser aus. Diebstahl kompletter Fahrzeuge scheint sich nicht mehr zu lohnen: Wurden 2014 noch fünf Autos geklaut, waren es 2015 nur noch zwei, davon wurde ein Diebstahl aufgeklärt. Taschendiebe sind auch nicht zu packen, von den 15 Fällen in 2015 wurden nur sechs Prozent aufgeklärt.

Rauschgiftdelikte sanken von 52 auf 38 Fälle mit einer Aufklärungsqoute von 92 Prozent. Gewaltkriminaliät insgesamt stieg von 25 auf 42 Fälle, bei einer Aufklärungsquote von zuletzt 85 Prozent. Zahlen in Abhängigkeit zur Herkunft der Täter gibt es nur kreisweit. 

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